Re: Unter QuarantäneWie Corona Existenzen bedroht

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Verfügbar vom 07/04/2020 bis 06/07/2020
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Das Corona-Virus hat inzwischen ganz Deutschland im Griff. Kanzlerin Angela Merkel spricht von der größten Herausforderung seit dem Zweiten Weltkrieg. Der wirtschaftliche Schaden wird größer sein als nach der Finanzkrise 2008. Viele Freiberufler bangen bereits um ihre Existenz. Wie gehen sie mit dieser Situation um?

Die Regierung versucht den Schaden, den der Ausbruch des Corona-Virus verursacht, bestmöglich aufzufangen. Die Schuldenbremse wird ausgesetzt und mit einem Rettungsschirm über 40 Milliarden Euro sollen Klein- und Solo-Selbstständige vor der Privatinsolvenz gerettet werden. Doch viele freiberuflich arbeitende Menschen können nicht warten. Stefan Streck ist einer von ihnen. Er ist Musiker, DJ und Tontechniker. Von einem auf den anderen Tag wurden alle Veranstaltungen und damit Aufträge für ihn abgesagt. Auf seinem Konto hat er noch 700 Euro und keine Ahnung, wie er in den kommenden Monaten seine Miete bezahlen soll. Ähnlich ergeht es dem Berliner Taxifahrer Thomas Dahl, dem die Fahrgäste ausbleiben und somit auch jegliches Einkommen.
Auch die Tafeln in Deutschland sind stark betroffen. Durch die Hamsterkäufe der Deutschen erhalten sie im Schnitt 50 Prozent weniger Lebensmittel von den Supermärkten, weil dort vieles leergekauft wird. Und die meisten Ehrenamtlichen, die normalerweise einen Großteil der Arbeit leisten, sind aufgrund ihres Alters hochgefährdet und können nicht mehr helfen.
Eine Idee, wie Menschen in dieser Zeit schnell geholfen werden kann, kommt von Tonia Merz. Die Berliner Modedesignerin ist von der Krise selbst stark betroffen, ihre Angestellten muss sie vermutlich bald in Kurzarbeit schicken. Sie startete eine Petition für ein zeitlich begrenztes bedingungsloses Grundeinkommen. Knapp 400.000 Menschen haben bereits unterschrieben.


  • Land :
    • Deutschland
  • Jahr :
    • 2020
  • Herkunft :
    • ZDF