Re: Konflikt unterm KreuzReformdruck in der katholischen Kirche

33 Min.
Verfügbar vom 13/12/2020 bis 13/03/2021
Untertitel für Gehörlose

Was ist schlimm daran, wenn eine Frau Brot und Wein austeilt, Ehen segnet, Kinder tauft? Frauen fordern von der katholischen Kirche Zugang zu geweihten Ämtern. Die Institution steht erneut im Kreuzfeuer und hat noch weitaus mehr Probleme zu stemmen. Der Missbrauchsskandal, eine gestrige Sexualmoral und das Zölibat frustrieren viel Gläubige. Sie kehren der Kirche den Rücken zu.

Tonke Dennebaum packt unbequeme Themen an: der 46-jährige Regens im Bistum Mainz bildet Priester aus. Er findet, dass die Kirche glaubwürdiges Personal im Umgang mit Schutzbefohlenen braucht. Bewerber für das Priesteramt prüft er gemeinsam mit Sexualtherapeuten auf Herz und Nieren. Das stößt in Teilen der katholischen Kirche auf Widerstand. Ebenso wie die Bewegung Maria 2.0, die mehr Gleichberechtigung für Frauen fordert: Zu katholischer Tradition gehört es, dass Frauen hinter den Kulissen einfache Dienste verrichten dürfen, während ausschließlich Männer Päpste, Kardinale, Bischöfe oder Diakone sind. Aber die weibliche Geduld hat nun ein Ende. Regina Ladewig, eine 44-jährige Religionslehrerin, ist eine der lautesten Aktivistinnen. Seit ihrer Jugend fühlt sie sich zur Priesterin berufen und ließ sich von der internationalen Bewegung der römisch-katholischen Priesterinnen zur Diakonin weihen. Ein Kirchengericht in Rom verhandelte lange über ihre Exkommunikation. Doch Ladewig darf Mitglied bleiben und auch wieder Religion unterrichten. Aber werden die Proteste der „Marias 2.0.“ überhaupt ernst genommen? Eine andere Sicht auf Kirche hat Schwester Sophia: Sie ist 29 Jahre, postet regelmäßig auf ihrem Instagram-Account und ist Novizin im Franziskanerinnen-Orden. Die „Braut Jesu“ sieht sich selbst als Feministin – wie geht das zusammen?


  • Land :
    • Deutschland
  • Jahr :
    • 2020
  • Herkunft :
    • ZDF