Nabucco von Giuseppe VerdiAus dem Opernhaus Zürich

129 Min.
Verfügbar vom 25/06/2019 bis 22/09/2019

Andreas Homoki inszeniert Verdis Nabucco an der Oper Zürich. Es geht um den Ruf nach Freiheit und um das dramatische Spiel um Liebe und Macht. Das mitreißende Werk mit groß angelegten Ensembleszenen und gewaltigen Chören unter Generalmusikdirektor Fabio Luisi wartet mit hochkarätiger Besetzung auf.

Der berühmte Gefangenenchor, „Va, pensiero, sull’ali dorate“, gilt als Herzstück von Giuseppe Verdis Nabucco: Die Hebräer, deren Tempelstadt Jerusalem von den Babyloniern zerstört wurde, beklagen ihr Schicksal. Sie sind gefangen im babylonischen Exil und der Willkür des sich maßlos überschätzenden Königs Nabucco ausgeliefert. Vor dem Hintergrund dieses babylonisch-hebräischen Konflikts aus dem sechsten vorchristlichen Jahrhundert entfaltet Verdi das Drama individueller Schicksale, etwa das von Abigaille, einer unglücklich Liebenden, die sich zunächst für die Tochter Nabuccos hält, dann aber erfahren muss, dass sie von einer Sklavin abstammt. Mit ihr schuf Verdi eine Opernheldin, die früh im Opernschaffen des italienischen Komponisten die ganze Individualität und psychologische Zerrissenheit eines starken Verdi-Charakters offenbart. Nicht weniger faszinierend ist der Charakter Nabuccos, der sich vom größenwahnsinnigen Unterdrücker des hebräischen Volks zum Anhänger Jehovas wandelt. Aus einer tiefen Lebenskrise heraus – nach dem Tod seiner ersten Frau und seiner beiden Kinder sowie dem Misserfolg seiner vorherigen Oper „Un giorno di regno“ – fand Verdi über die Nabucco-Komposition zu seiner eigenen musikdramatischen Sprache und wurde bei der Uraufführung 1842 an der Mailänder Scala dafür gefeiert. Generalmusikdirektor Fabio Luisi dirigiert die Premierenserie dieser Oper. Den unerhörten Anforderungen der Partie Abigailles stellt sich die Sopranistin Anna Smirnova, der Bariton Michael Volle ist als Nabucco zu erleben.

 

 


  • Mit :
    • Michael Volle (Nabucco)
    • Georg Zeppenfeld (Zaccaria)
    • Benjamin Bernheim (Ismaele)
    • Anna Smirnova (Abigaille)
    • Veronica Simeoni (Fenena)
    • Stanislav Vorobyov (Der Oberpriester des Baal )
    • Omer Kobiljak (Abdallo)
    • Anja Jeruc (Anna)
  • Inszenierung :
    • Andreas Homoki
  • Dirigent/-in :
    • Fabio Luisi
  • Orchester :
    • Philharmonia Zürich
  • Chor :
    • Chor der Oper Zürich
  • Bühnenbild / Ausstattung / Bauten :
    • Wolfgang Gussmann
  • Kostüme :
    • Wolfgang Gussmann, Susana Mendoza
  • Dramaturgie :
    • Fabio Dietsche
  • Land :
    • Deutschland
  • Jahr :
    • 2019