TracksTiny House / Mistress Harley / Midi Z / Shishir Bhattacharjee / Oozing Wound

44 Min.
Verfügbar vom 22/11/2019 bis 27/01/2020

(1) Tiny House: Die Minihäuser auf Rädern sind individualistisch und ökologisch. (2) Mistress Harley: Erfinderin des BDSM 2.0 (3) Regisseur Midi Z: Neuer Film "Nina Wu" (4) David Henry Nobody Jr., Arcimboldo der Generation Instagram (5) Shishir Bhattacharjee kritisiert mit Bleistift und Pinsel die politischen und sozialen Missstände Bangladeshs. (6) Schnell und laut: Oozing Wound

(1): Tiny House
Klein ist das neue Groß: Die Minihäuser auf Rädern der Tiny-House-Fans sind individualistisch und ökologisch. Mittlerweile ist die Bewegung, die 2008 infolge der Finanzkrise in den USA entstand, zu einem Sinnbild für gelebte Wachstumskritik geworden.
(2): Mistress Harley
Peitschen und Ketten waren gestern: Als Erfinderin des BDSM 2.0 übernimmt die Data-Domina Mistress Harley mithilfe spezieller Software die Kontrolle über das digitale Leben ihrer Klienten.
(3): Midi Z
Der Regisseur Birman Midi Z ging bei den Meistern der taiwanesischen Nouvelle Vague Ang Lee und Hou Hsiao-Hsien in die Lehre. Als Hauptinspiration für seine Filme dient ihm vor allem seine Geschichte als Immigrant auf der chinesischen Insel. Sein vierter Spielfilm „Nina Wu“ ist ein psychologischer Thriller, dessen Drehbuch von seiner Lieblingsschauspielerin stammt und von der #MeToo-Bewegung inspiriert ist.
(4): David Henry Nobody Jr.
Heute auf der Tageskarte: Gefärbter Rasierschaum mit mechanischen Welpen, danach eine Ladung Erdnussbutter. Als Arcimboldo der Generation Instagram spielt David Henry Nobody Jr. mit der Kunst des Selfiemachens und sammelt seit 20 Jahren falsche Identitäten.
(5): Shishir Bhattacharjee
Seit 40 Jahren kritisiert Shishir Bhattacharjee mit Bleistift und Pinsel die politischen und sozialen Missstände Bangladeshs. Als in den 80er Jahren in seinem Heimatland eine demokratische Aufbruchstimmung herrschte, begann er mit dem Zeichnen von Karikaturen. Doch erst auf der Leinwand oder direkt auf der Mauer umgeht der kämpferische Künstler die Zensur.

(6): Oozing Wound

Auch in der Metalszene gibt es bunte Vögel: Die 2011 gegründeten Oozing Wound (dt.: „nässende Wunde“) brauchen keine schwarzen Kutten, um anständig Krach zu machen. Und obwohl das Genre Thrash-Metal durchaus auf sie zutrifft, wollen sie von dieser Schublade nichts hören. „Tracks“ traf das sehr schnelle und sehr laute Trio bei einem Konzert im Espace B in Paris.


  • Regie :
    • Realisateurs Differents
  • Journalist :
    • David Combe
    • Jean-Marc Barbieux
  • Land :
    • Frankreich
  • Jahr :
    • 2019
  • Herkunft :
    • ARTE F