Esa-Pekka Salonen dirigiert Schostakowitsch & BrucknerMit dem FRSO und Jonathan Roozeman

98 Min.
Verfügbar vom 13/09/2019 bis 12/03/2020
Jonathan Roozeman interpretiert das 1. Cellokonzert des Russen Dmitri Schostakowitsch, der mit diesem Werk 1959 mit der Ära Stalin abrechnete. Im 2. Teil des Konzertes spielt das Finnish Radio Symphony Orchestra unter Esa-Pekka Salonen Anton Bruckners 6. Sinfonie von 1883.

Zum ersten Mal dirigierte Esa-Pekka Salonen das Finnish Radio Symphony Orchestra mit 21 Jahren. Inzwischen ist er zum wichtigsten Dirigenten Skandinaviens aufgestiegen und hat sich auch als Komponist international einen Namen gemacht. Der langjährige Chefdirigent des LA Philharmonic Orchestra und zukünftige Chefdirigent des San Francisco Symphony Orchestra macht einen Abstecher in seine Heimatstadt für ein Konzert mit einem jungen Landsmann, dem Cellisten Jonathan Roozeman.

Auf dem Spielplan steht eines der anspruchsvollsten Werke der Cello-Literatur, das erste Cello-Konzert von Dmitri Schostakowitsch. Schostakowitsch komponierte es 1959 für seinen Schüler und Freund Mstislaw Rostropowitsch. Das war etwas über 5 Jahre nach dem Tod Stalins, unter dessen Herrschaft Schostakowitschs Musik als „volksfremd“ galt und er selbst von den Behörden schikaniert wurde. Das Konzert gilt als Abrechnung mit dem Stalin-Regime.

Salonen setzt als Kontrapunkt zu Schostakowitsch ein Werk der Romantik, die 6. Sinfonie des Österreichers Anton Bruckners von 1883. Zu Lebzeiten Bruckners wurden seine Sinfonien von der Kritik zerrissen. Die gesamte Sinfonie kam dann auch erst 1935 in ihrer originalen Fassung zur Aufführung. 1883 wurden in Wien nur zwei Sätze aufgeführt und Gustav Mahler hatte für die allererste Gesamtaufführung, 1899, stark in die Partitur eingegriffen.

Esa-Pekka Salonen begann seine musikalische Ausbildung an der Sibelius-Akademie Helsinki als Hornist, studierte dann Komposition bei Einojuhani Rautavaara und Orchesterleitung bei Jorma Panula. Er zeichnete lange Jahre für den Klang des Schwedischen Radio-Sinfonie-Orchesters, des Los Angeles Philharmonic Orchestra und des Philharmonia Orchestra verantwortlich. Ab 2020 übernimmt er das San Francisco Symphony Orchestra.

Auch der finnisch-niederländische Cellist Jonathan Roozeman hat die Sibelius-Akademie Helsinki absolviert. Er ist mehrfacher Preisträger von Musikwettbewerben: 2012 gewann er den zweiten Preis beim Nationalen Cellowettbewerb in Amsterdam, 2013 einen Sonderpreis beim 5. Paulo Cello Wettbewerb in Helsinki und war im selben Jahr einer der drei Finalisten beim Prémio Internacional Suggia Wettbewerb in Porto (Portugal). Nach dem  Internationalen Tchaikowsky Musikwettbewerb 2015 wurde er als jüngster Teilnehmer jemals, - er war damals 16 Jahre alt - von Valeriy Gergiev eingeladen, unter seiner Leitung mit dem Mariinsky Theatre Symphony Orchestra aufzutreten. Jonathan Roozeman konzertierte außerdem mit dem Jean Sibelius Orchestra, dem Finnish Radio Symphony Orchestra und den Moscow Virtuosi. 2014 ging er mit dem Tapiola Youth Symphony Orchestra als Solist auf Tournee in China. Hinzu kommen zahlreiche Auftritte bei internationalen Kammermusikfestivals.

Das Programm:

Dmitrij Schostakowitsch: Konzert für Violoncello und Orchester  Nr. 1 Es-Dur op. 107 

Anton Bruckner: Sinfonie Nr.6 A-Dur

 


  • Mit :
    • Jonathan Roozeman
  • Komponist/-in :
    • Dmitri Schostakowitsch
    • Anton Bruckner
  • Dirigent/-in :
    • Esa-Pekka Salonen
  • Land :
    • Frankreich
    • Finnland
  • Jahr :
    • 2019