"Cavalleria rusticana" in den Sassi von MateraGiorgio Barberio Corsetti inszeniert Pietro Mascagni

84 Min.
Verfügbar vom 03/08/2019 bis 02/09/2019
Nach "La Traviata" am Hauptbahnhof Zürich und Donizettis "Liebestrank" am Mailänder Flughafen geht es nun in den Süden Italiens, um große Oper auf öffentliche Plätze zu bringen. Die Höhlenstadt Matera, Kulturhauptstadt Europas 2019, wird zur Opernkulisse. Aufgeführt wird ein Klassiker des italienischen Verismus, nach einer der "Sizilianischen Novellen" von Giovanni Verga.

Nach Spielstätten wie dem Hauptbahnhof in Zürich und dem Mailänder Flughafen führt der Weg der großen Oper auf öffentlichen Plätzn nun in eine der ältesten Städte der Welt: Matera in Süditalien. Giorgio Barberio Corsetti setzt Mascagnis Operndrama „Cavalleria rusticana“ in den Straßen der Kulturhauptstadt in Szene, auf dem Domplatz, vor der Kathedrale della Madonna della Bruna. Die Höhlen der Jungsteinzeit und die berühmten Sassi – bis heute bewohnte Höhlensiedlungen, die 1993 zum UNESCO-Welterbe wurden – sind perfekter Schauplatz für die Geschichte, die Corsetti in den Kontext der Globalisierung und der Todsünden im Kapitalismus stellt. Noch in den 50er Jahren galt der heutige Touristenmagnet wegen der katastrophalen hygienischen Bedingungen als Schandfleck Italiens. In der Oper ist die junge Santuzza auf der Suche nach ihrem Geliebten Turridu. Dieser hat sich wieder in Lola verliebt, seine ehemalige Verlobte, die ihm nach seiner Rückkehr vom Militärdienst als Ehefrau des reichen Alfio wiederbegegnet. Santuzza versucht vergeblich, die Liebe Turridus zurückzugewinnen. Rasend vor Eifersucht verflucht sie ihn und setzt Alfio über die sich anbahnende Liaison zwischen Turridu und Lola in Kenntnis. Der gehörnte Ehemann fordert Turridu zum Duell heraus. Nachdem sich Turridu von seiner geliebten Mutter verabschiedet hat, bricht er zu seinem schicksalhaften Treffen auf. Veronica Simeone übernimmt in Giorgio Barberio Corsettis Inszenierung die Rolle der Santuzza, Roberto Aronica ist Turrido. Es singen und spielen: Chor und Orchester des Teatro San Carlo Neapel unter der Leitung ihres Chefdirigenten Juraj Valcuha.


  • Regie :
    • Francesca Nesler
    • Roberto Giannarelli
  • Produktion :
    • RAI
  • Mit :
    • Roberto Aronica (Turiddu)
    • Elena Zilio (Mamma Lucia)
    • George Gagnidze (Alfio)
    • Leyla Martinucci (Lola)
    • Veronica Simeoni (Santuzza)
  • Komponist/-in :
    • Pietro Mascagni
  • Inszenierung :
    • Giorgio Barberio Corsetti
  • Dirigent/-in :
    • Juraj Valčuha
  • Orchester :
    • Orchestra del Teatro di San Carlo
  • Chor :
    • Coro dell'Orchestra del Teatro di San Carlo
  • Moderation :
    • Annette Gerlach
    • Maria Victoria Haas
    • Matteo Caccia
  • Land :
    • Frankreich
    • Schweiz
    • Italien
  • Jahr :
    • 2019
  • Herkunft :
    • ARTE
    • SSR