Cameron Carpenter in der Pariser Philharmonie

96 Min.
Verfügbar vom 26/03/2019 bis 22/06/2019

Cameron Carpenter gilt als Enfant Terrible der Klassikszene – schon wegen seines Looks, denn mit Irokesenschnitt und Punkerklamotten setzt der Musiker es bewusst darauf an, bei konservativeren Klassikliebhabern Schnappatmung auszulösen. Seine rebellische Ader hat ihn auch dazu bewogen, die Orgel aus dem strengen Kirchenkontext zu lösen und dem imposanten Instrument neues, alternatives Leben einzuhauchen.

Das Musikphänomen Cameron Carpenter ist zu Gast in der Pariser Philharmonie – mit Werken von Bach und Hanson, was ihm nicht nur die Gelegenheit schenkt, sich als Interpret, sondern auch als Meister der Transkription zu beweisen.


Den Auftakt des Abends bilden die Goldberg-Variationen von Johann Sebastian Bach, ein Werk für Cembalo, das aber regelmäßig auch auf dem Klavier aufgeführt wird. Beherzt greift Cameron Carpenter in die Tasten der Orgel der Pariser Philharmonie und liefert eine spektakuläre Interpretation des Werks, das von Bach komponiert wurde, um den Grafen Hermann Karl von Keyserling „in seinen schlaflosen Nächten“ ein wenig aufzuheitern.


Im Anschluss spielt Carpenter die Sinfonie Nr. 2 von Howard Hanson in einer eigenhändigen Transkription.Das zum 50-jährigen Bestehen des Boston Symphony Orchestra 1930 uraufgeführte Werk sprüht vor Romantik und jugendlicher Unbeschwertheit. Dank seiner dreisätzigen Struktur unterscheidet es sich wohltuend von herkömmlichen Sinfonien.

 

Programm:

Johann Sebastian Bach – Goldberg-Variationen

Howard Hanson – Sinfonie Nr. 2 „Romantic“ (Transkription von Cameron Carpenter)

 

Konzertmitschnitt vom 23. März 2019 in der Pariser Philharmonie.


  • Land :
    • Frankreich
  • Jahr :
    • 2019