Ukraine: Timoschenko ist zurück

3 Min.
Verfügbar vom 26/01/2019 bis 28/01/2039
Sie ist wieder da - mit neuer Frisur, neuer Brille - und einem alten Plan: zwei Mal war Julia Timoschenko bereits Ministerpräsidentin, nun will sie zurück an die Macht und diesmal Präsidentin der Ukraine werden. Am 31. Dezember war offizieller Wahlkampfauftakt. Die ehrgeizige Unternehmerin und ehemalige ukrainische Ministerpräsidentin Julia Timoschenko hat das Rennen noch im Sommer 2018 eröffnet. 
Seitdem hängen im ganzen Land Plakate von der Politikerin. Sie selbst ist seit Monaten auf den Straßen, im Fernsehen und auf YouTube zu sehen. Im August stellte sie ihr neues Verfassungsprojekt vor, im September ein 400-seitiges Wirtschaftskonzept und im Oktober veröffentlichte ihr Team noch einen eigenen Friedensplan für den Donbass. Sie verkündete unlängst den Beginn einer „neuen Epoche" für die Ukraine, „einer Epoche des Erfolgs, des Glücks und des Aufblühens".

Die Umfragen sehen die umstrittene Politikveteranin im Kampf um die ukrainische Präsidentschaft vorne. Allerdings ist ihr „Anti-Rating" ebenfalls hoch. Auch wenn Beobachter den Urnengang Ende März für komplett offen halten, sehen Umfragen Timoschenko vorne. Die ehemalige Regierungschefin punktet mit einer populistischen Mischung aus sozialen Versprechen und Rachefeldzügen gegen Oligarchen und Mächtige, dabei wird ihr selbst Korruption vorgeworfen. Unser Korrespondent Roman Schell hat Julia Timoschenko im Wahlkampf begleitet.  




  • Journalist :
    • Roman Schell
  • Land :
    • Frankreich
    • Deutschland
  • Jahr :
    • 2019