Irak: Die Milizen kämpfen weiterARTE Reportage

25 Min.
Verfügbar vom 19/04/2019 bis 28/03/2022

150 000 Männer griffen im Juni 2014 zu den Waffen, nach der Fatwa des Ajatollah al-Sistani gegen den IS. Er ist die höchste religiöse Autorität des Irak. In der sogenannten Nationalmobilmachung, der al-Hadsch asch-Scha’bi, versammelten sich gut 50 Milizen, vorwiegend der schiitischen Glaubensrichtung, gut 150 000 Mann bis heute. 

150 000 Männer griffen im Juni 2014 zu den Waffen, nach der Fatwa des Ajatollah al-Sistani gegen den IS. Er ist die höchste religiöse Autorität des Irak. In der sogenannten Nationalmobilmachung, der al-Hadsch asch-Scha’bi, versammelten sich 50 Milizen, vorwiegend der schiitischen Glaubensrichtung. Sie trugen wesentlich bei zum Sieg gegen den IS, gemeinsam mit der irakischen Armee, unterstützt durch die internationale Koalition. Allerdings wirft man den schiitischen Milizen bis heute Gräueltaten in den sunnitischen Regionen des Irak vor.   

Seit 2016 sind die Milizen der al-Hadsch offiziell der irakischen Armee unterstellt, doch bis heute ist ihr Status in dem einigermaßen fragilen Staatsgebilde des Irak nicht eindeutig geklärt. Die al-Hadsch verfügt noch immer über ihre bewaffneten Truppen und sogar über einen politischen Arm: Sie sitzen mit 48 Abgeordneten als zweitstärkste Kraft im irakischen Parlament. Man sagt ihnen nach, sie würden vom Iran unterstützt und strebten auch die Ideale des Gottesstaates an. Sie wollen auf jeden Fall auch als soziale Bewegung im Irak von heute eine wichtige Rolle spielen.    

  • Land :
    • Frankreich
  • Jahr :
    • 2019