Re: Die Marmorbrüche von CarraraFluch und Segen für Mensch und Natur

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33 Min.
Verfügbar vom 26/02/2020 bis 13/01/2023

Die seit der Antike berühmten Steinbrüche von Carrara in Italien sind dank modernster Methoden der Ausbeutung heute Schauplatz eines Konflikts zwischen Naturschutz und Wirtschaft: Umweltschützer nennen es Raubbau, andere verteidigen die Arbeitsplätze in den Steinbrüchen der Toskana.

Sandro Manfredi kämpft gegen den seiner Meinung nach schweren Raubbau in den Marmorsteinbrüchen der toskanischen Alpen. Als er 2018 gegen einen illegalen Marmorsteinbruch Anzeige erstattete, hatte er kurz darauf einen beinahe tödlichen Unfall: Jemand hatte die Radmuttern an seinem Auto gelöst. Franco Barattini baut in seinen Steinbrüchen Marmorblöcke ab, die er für 4.000 Euro pro Tonne verkaufen kann. Früher brauchte man einen Monat, um die Menge an Marmorblöcken herauszulösen, die man heute in nur drei Tagen herausbrechen kann. Die Umweltschützer sorgen sich um die Folgen des Marmorabbaus. Der Marmorstaub dringt ins Grundwasser, färbt die Flüsse milchweiß und schwebt in der Luft, mit noch immer nicht restlos geklärten Folgen. Carrara hat in den letzten neun Jahren vier Überschwemmungen erlebt – Umweltschützer führen sie auch auf den Marmorabbau zurück, der durch die rapide verbesserten Abbaumethoden so stark zugenommen hat, dass das hydrogeologische Gleichgewicht immer mehr ins Wanken gerät.

  • Regie :
    • Yann Le Gleau
  • Land :
    • Frankreich
  • Jahr :
    • 2019
  • Herkunft :
    • ARTE