Geo TourIn Marseille und in Spanien

43 Min.
In dieser Folge: In Katalonien ist das Errichten haushoher Menschentürme, der sogenannten Castells, zugleich sportlicher Wettkampf und tollkühne Tradition; über den Schluchten und Gebirgszügen Südfrankreichs ziehen seit einigen Jahren wieder Geier ihre Runden; wer im georgischen Tschiatura zur Arbeit oder einkaufen fahren muss, nimmt die Seilbahn; Klippenspringen in Marseille.
In Katalonien ist das Errichten haushoher Menschentürme, der sogenannten Castells, zugleich sportlicher Wettkampf und tollkühne Tradition. Besonders halsbrecherisch geht es beim großen Wettkampf der Castells in Tarragona zu. Dann dreht sich alles um die Frage: Welche Mannschaft baut den höchsten Turm? Über den Schluchten und Gebirgszügen Südfrankreichs ziehen seit einigen Jahren wieder Geier ihre Runden. Und zwar nur dank des unermüdlichen Engagements einer Handvoll passionierter Geierexperten und Landwirte, die sich die Tiere als ökologische Müllabfuhr nutzbar machen. Das Revier der gigantischen Vögel bietet eine atemberaubende Kulisse: die Verdonschlucht und den Vercours. Wer im georgischen Tschiatura zur Arbeit oder einkaufen fahren muss, braucht gute Nerven. Denn die Seilbahn in der Bergarbeiterstadt im Kaukasus dürfte zu den furchterregendsten der Welt gehören. Doch ohne seine Gondeln aus der Stalinzeit wäre der kleine Ort nicht lebensfähig – die Seilbahn ist das wichtigste Verkehrsmittel. In Marseille – direkt am Mittelmeer gelegen – trainiert Lionel Franc, genannt Loulou. Seine Spezialität ist der „Engelssprung“, das verbotene Klippenspringen. Loulous Lieblingsklippen sind Teil der unter Naturschutz stehenden Calanques: enge, steilwandige Küsteneinschnitte im Kalkgestein des Mittelmeeres. Loulou springt aus bis zu 30 Meter Höhe hinab ins Blau des Meeres – und hält damit den Weltrekord.

  • Land :
    • Deutschland
  • Jahr :
    • 2019
  • Herkunft :
    • ARTE