Südafrika: Radikale Land-BesetzerARTE Reportage

25 Min.
Verfügbar vom 15/02/2019 bis 06/01/2021

25 Jahre nach dem Ende der Apartheid und dem Aufbruch unter Nelson Mandela ist in Südafrika die Kluft zwischen arm und reich größer als jemals zuvor. Deshalb lässt sich vor den Wahlen im Mai mit kaum einem Thema leichter um Wählerstimmen werben, als mit der radikalen Forderung nach Enteignungen. 

Eine neue radikale Partei besetzt illegal Land, auf dem dann hunderttausende bitterarme Schwarze ihre Hütten bauen. 25 Jahre nach dem Ende der Apartheid und dem Aufbruch unter Nelson Mandela ist in Südafrika die Kluft zwischen arm und reich größer als jemals zuvor. Deshalb lässt sich vor den Wahlen im Mai mit kaum einem Thema leichter um Wählerstimmen werben, als mit der radikalen Forderung nach Enteignungen. Laut einer Umfrage sind 85 Prozent aller Schwarzen der Meinung, dass das „Land in Südafrika an die Schwarzen zurückgegeben werden muss – egal, welche Konsequenzen das für die gegenwärtigen Besitzer oder für die politische Stabilität im Land haben wird“. Mit dieser Forderung wurde eine neue linksradikale Partei, die “Economic Freedom Fighters - EFF”, bereits zur drittstärksten politischen Kraft im Land. Und sie handelt: Hunderte Aktivisten des EFF organisieren Landbesetzungen in der Peripherie der großen Städte, unter anderem bei Johannesburg und Kapstadt. Hunderttausende Menschen folgten bereits ihrem Aufruf. Das setzt die regierende Partei Nelson Mandelas, den ANC, mächtig unter Druck.


  • Regie :
    • Eberhard Rühle et Alix-François Meier
  • Land :
    • Frankreich
  • Jahr :
    • 2019