KurzschlussSchwerpunkt Mauerfall

52 Min.
Verfügbar vom 08/11/2019 bis 06/02/2020

(1) "Robotron" (Kurzfilm von Nadja Buttendorf) (2) Begegnung mit Regisseurin Nadja Buttendorf (3) "Halmaspiel" (Animationsfilm von Betina Kuntzsch) (4) "Die Grenze" (Animationsfilm von Franz Winzentsen) (5) Zoom – Harald Hauswald, Gründungsmitglieder der Fotoagentur Ostkreuz in Berlin.

(1): Robotron, Kurzfilm von Nadja Buttendorf, Deutschland 2018
Die aus Dresden stammende Künstlerin Nadja Buttendorf ist Schöpferin der DDR-Webserie „Robotron – a tech opera“ (ein Konglomerat aus den Begriffen "technology" und "soap opera"). Die Handlung ist im VEB Kombinat Robotron angesiedelt, dem größten Computerhersteller der ehemaligen DDR und einem der bedeutendsten Produzenten von Informationstechnologie im sozialistischen Osteuropa. „Robotron“ ist die spannende Auseinandersetzung einer neuen Künstlergeneration mit der DDR-Vergangenheit. ARTE zeigt die erste Staffel.
(2): Begegnung – Nadja Buttendorf
Ganz im Stil der zeitgenössischen Social-Media-Selbstinszenierung ist Nadja Buttendorfs digitale Soap Opera „Robotron – a tech opera“ ein Mittel zur Autobiografie, Selbstreflexion und Selbstvergewisserung. Ihren performenden Körper versetzt Buttendorf nicht nur in andere Identitäten, sondern auch in eine fiktive Vergangenheit, die zeitlich etwa entlang der Sci-Fi-Aufbruchstimmung der 80er Jahre in der DDR angesiedelt ist.
(3): Halmaspiel, Animationsfilm von Betina Kuntzsch, Deutschland 2017
In „Halmaspiel“ erzählt die Regisseurin Betina Kuntzsch mit animierten Fundstücken aus dem Familienfundus die Biografie ihrer Mutter: Aufwachsen in der NS-Zeit, Jugend im Nachkriegsdeutschland, Mauerbau und Leben in der DDR und nach dem Mauerfall im vereinten Deutschland. Es ist eine Geschichte von Flucht und Anpassung, Mitspielen und Zweifeln.
(4): Die Grenze, Animationsfilm von Franz Winzentsen, Deutschland 1995
Den provisorischen Charakter bedenkend, wurde die Zonengrenze mit Bleistift in die Karte eingezeichnet. Ein kartographisches Problem entstand erst, als die deutsch-deutsche Grenze ausradiert werden sollte.
(5): Zoom – Harald Hauswald
Harald Hauswald ist eines der Gründungsmitglieder der Fotoagentur Ostkreuz in Berlin. Dorthin zog er 1977 nach einer Lehre als Fotograf. Sein soziales Interesse, gepaart mit seiner künstlerischen Ambition, machte ihn innerhalb kürzester Zeit zu einem bedeutenden Fotografen, dem ersten DDR-Fotografen. Seine Systemkritik blieb auch dem Staat nicht verborgen, seine Stasi-Akte trägt den Namen „Radfahrer“. Hauswalds Bilder aus der Zeit vor der Wende haben das Bild der DDR und die Erinnerungen an Ostberlin deutlich mitgeprägt. Der Regisseur Marc Thümmler verarbeitete Hauswalds Fotografien und Ausschnitte aus dessen Stasi-Akte zum Kurzfilm „Radfahrer“, den ARTE im Anschluss an die Sendung zeigt.


  • Land :
    • Deutschland
  • Jahr :
    • 2019
  • Herkunft :
    • ZDF