Ostukraine: Lehrerin an der Front

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Verfügbar vom 10/11/2018 bis 12/11/2038
Seit Beginn des Konfliktes in der Ukraine vor vier Jahren kamen nach UN-Angaben mehr als 10.000 Menschen ums Leben, die Zahl der toten Zivilisten beträgt mehr als 3000.  Wie gefährlich das Leben für die Zivilbevölkerung ist, hat sich unser Reporter Roman Schell angesehen, in der "grauen Zone" gleich an der Frontlinie. Er hat eine Lehrerin auf dem Weg zur Schule begleitet.
Tatjana Efisko lebt im ostukrainischen Dorf Staromarjiwka, das seit vier Jahren zu der "grauen Zone" gehört, jene Gebiete in unmittelbarer Nähe zur Frontlinie, die formal unter ukrainischer Kontrolle stehen. Faktisch sind es aber mitunter Positionen beider Armeen. Staromarjiwka liegt exakt zwischen den Stellungen beider Konfliktparteien und beide Seiten halten Staromarjiwka für ihr Territorium.
 
Heute leben dort nur noch 125 Menschen, früher waren es 300, 80 Prozent der Einwohner sind Rentner. Weil es in dem Dorf kein Lebensmittelgeschäft, keinen Notarzt, keine Feuerwehr, keine Post und keine Arbeit mehr gibt, laufen viele täglich in das Nachbardorf Granitne, so auch Tatjana Efisko, denn sie arbeitet dort seit 27 Jahren als Lehrerin. Der Weg ist allerdings sehr gefährlich, denn der gesamte Dorfrand und die Felder sind vermint. Roman Schell hat Efisko begleitet.


  • Journalist :
    • Roman Schell
  • Land :
    • Frankreich
    • Deutschland
  • Jahr :
    • 2018