MetropolisBest-of

44 Min.
(1) Die ukrainischen Musikerinnen Dakh Daughters (2) Geigerin Lisa Batiashvili (3) #Female Pleasure – Weibliche Lust (4) Die Frankfurter Ausstellung "Contemporary Muslim Fashions" (5) Kunst als kraftvoller Tanz: Sarah Jérôme (6) Frauenbilder bei Instagram (7) Liv Strömquist - mit dem Zeichenstift gegen das Patriarchat (8) Sheila Hetis neuer Roman "Mutterschaft"

(1): Dakh Daughters
2014 wurden die Dakh Daughters auf den Barrikaden des Maidan zum Sprachrohr einer pro-europäischen Bewegung. Die Suche nach einer spezifisch ukrainischen Kultur treibt sie an. Der Beitritt zur EU als zentrales Ziel ist heute in der Verfassung verankert. Doch für die Dakh Daughters steht fest: Eine grundlegende Veränderung des Landes kann nur vom Volk kommen.
(2): Lisa Batiashvili
Mit elf Jahren kam Lisa Batiashvili aus der damals zerfallenden Sowjetunion nach Deutschland. Ihr Durchbruch kam mit 16. Als jüngste Teilnehmerin in der Geschichte des Sibelius-Violinwettbewerbs gewann sie den zweiten Platz. Seitdem spielt sie auf internationalen Podien mit Spitzenorchestern wie den New Yorker Philharmonikern, der Staatskapelle Dresden oder dem Chamber Orchestra of Europe. Jetzt ist die Geigerin auf Konzert-Tournee.
(3): Female Pleasure
"#Female Pleasure" – „Weibliche Lust“ zeigt fünf Frauen, die sich gegen die Dämonisierung weiblicher Lust wehren.
Die Dokumentarfilmerin Barbara Miller begleitet in ihrem Film fünf eindrucksvolle Frauen, die sich gegen religiösen Fanatismus aufgelehnt und ihre Freiheit erkämpft haben. Die ARTE-Koproduktion begleitet unter anderem Doris Wagner, die aus dem christlichen Orden "Das Werk" ausgestiegen ist. „Metropolis“ hat die Regisseurin Barbara Miller und Doris Wagner zum Interview getroffen.
(4): Muslim Fashions
Hijab Punk oder islamisches Manifest? Eine Ausstellung in Frankfurt erhitzt die Gemüter.
Darf man die Verhüllung von Frauen feiern, wenn in einigen Ländern das Zeigen von Haaren noch bestraft wird? Gerade deshalb geht es den muslimischen Designer*innen vor allem um Empowerment. „Metropolis“ hat sich in die Debatte eingemischt und will wissen: Geht es um modische Freiheit oder doch nur um Unterwerfung unter ein religiöses Diktat?
(5): Sarah Jérôme
Als wäre die Kunst ein kraftvoller Tanz: So sieht es aus, wenn die Künstlerin, die auch eine Ballett-Ausbildung hat, in ihrem Atelier arbeitet. Der ganze Körper wird eingesetzt, um die Figuren aus der Leinwand zu „graben“. Malerei und Bildhauerei sind bei Sarah Jérôme eng miteinander verwebt: Aus einer Masse schafft sie Formen, lässt Figuren hervortreten, als schliefen sie bereits vorher in der Erde.
(6): Frauenbilder bei Instagram - Falsche Vorbilder?
Weibliche Selbstinszenierung auf Instagram: Bekannte Influencerinnen reproduzieren das Frauenbild der 50er Jahre, beklagt eine neue Studie, in Auftrag gegeben von der Schauspielerin Maria Furtwängler. „Metropolis“ diskutiert den Vorwurf mit Annie Ernaux, der Grande Dame der französischen Literatur und trifft in Berlin die erfolgreichen Influencerinnen Lisa Banholzer und Aminata Belli.  
(7): Liv Strömquist
Mit Humor und Zeichenstift gegen das Patriarchat.
Die schwedische Comiczeichnerin beweist: Feministische Theorie muss nicht dröge sein. Nach ihrem großen Erfolg “Der Ursprung der Welt“, einer Kulturgeschichte der Vulva, schreibt sie mit ihrem neuen Comic “I’m every woman“ die von Männern dominierte Geschichte um. „Metropolis“ trifft sie in Malmö und spricht mit ihr über weibliche Wut, Tabus und Feminismus.
(8): Sheila Heti – „Mutterschaft“
Was wird durch Mutter-Sein gewonnen, was verloren? Mit ihrem neuen Roman „Mutterschaft“ geht Sheila Heti dieser Frage nach. Die Protagonistin weiß nicht, ob sie ein Kind haben möchte, während ihre Freundinnen keine Zweifel hegen und nur auf den richtigen Zeitpunkt warten. “Metropolis” trifft die gefeierte kanadische Autorin zum Gespräch in Berlin.


  • Land :
    • Deutschland
  • Jahr :
    • 2019
  • Herkunft :
    • ZDF