Re: Schluss mit Zirkustieren?Tierschützer gegen Zirkusbetreiber

31 Min.
Verfügbar vom 15/05/2019 bis 12/08/2019
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Tierschützer fordern ein Wildtierverbot in Zirkusarenen. Die Gehege seien zu klein, die Tiere würden in der Manege missbraucht, so die Vorwürfe. Viele Deutsche unterstützen diesen Protest. Doch die Zirkusbetreiber wehren sich, argumentieren dagegen und bieten neuerdings Freigehege für die Raubtiere ...
Mindestens 160 Raubkatzen sind laut einer vorsichtigen Schätzung des Tierschutzbundes in bundesdeutschen Manegen im Einsatz. Löwen, Tiger und Leoparden, europaweit sind es wahrscheinlich zwischen 650 und tausend Tiere. Was für Zirkusse eine begehrte Attraktion ist und Zuschauer zieht, ist Tierschützern schon seit Jahren ein Dorn im Auge. Sie bemängeln die wenig artgerechte Haltung in zu kleinen Käfigen oder Gehegen, und einer von Zwang geprägten Dressur von unsinnigen Kunststückchen.
Sie belegen das mit Videos, die mit versteckter Kamera gefilmt wurden, und fordern ein Wildtierverbot in Zirkussen. Dem halten die Zirkusbetreiber entgegen, dass ihre Tiere mit Liebe und Geduld ausgebildet würden, und die Raubkatzen heute oft weitläufige Freigehege zur Verfügung haben. Aber wegen der täglichen Beschäftigung seien große Gehege gar nicht notwendig.
Im Auftrag der Reportage-Reihe "Re:" hat ein Team von RS-Film Tierschützer und Aktivisten von „Vier Pfoten“ und der niederländischen „Stiftung AAP“, aber auch  Zirkusunternehmen wie den Circus Krone, über mehrere Wochen begleitet, war hautnah bei Raubtierdressuren dabei, aber auch bei Demonstrationen und hat die Rettung und Resozialisierungen ehemaliger Zirkustiere begleitet.

Land :
Deutschland
Jahr :
2019
Herkunft :
WDR