Re: Das Leben kehrt zurückEin Geisterdorf in den Pyrenäen

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33 Min.
Verfügbar vom 06/03/2020 bis 03/06/2020
Untertitel für Gehörlose
Die Geschichte der Menschen in den aragonischen Pyrenäen, die gewaltsam von der Regierung enteignet und vertrieben wurden, um Platz zu machen für einen Staudamm. Sie sind Opfer eines gescheiterten Großprojektes, denn der Damm wurde nie gebaut. Nun erobern sie sich mit großen Mühen ihre Heimat und Häuser zurück.
Verlassene Dörfer gibt es in Spanien viele. Eines der schönsten ist Jánovas in den aragonischen Pyrenäen. Es ist eingebettet in atemberaubende Natur. Doch jetzt regt sich dort neues Leben. „Re:“ begleitet Kinder und Enkel der enteigneten Familien, wie sie ihre Häuser wiederaufbauen. Die Reportage folgt ihrem emotionalen Kampf für ihre Heimat.
Die Einwohner von Jánovas wurden ab den 60er Jahren enteignet. Ihr Dorf sollte einem Staudamm weichen. Der Kampf wurde erbittert geführt und einige Familien leisteten lange Jahre Widerstand. Manche Häuser wurden gesprengt oder zerstört. Es war ein generationenübergreifender Kampf gegen den staatlichen Wahnsinn. Ende der 80er Jahre war der Kampf verloren und alle Bewohner waren vertrieben. Der Staudamm aber wurde nie gebaut.
Vor zwei Jahren begann die Rückeroberung der Heimat: Die Enteignungen konnten teilweise rückgängig gemacht werden. "Re" zeigt, wie wichtig Heimat ist und wie groß die Wunden der Entwurzelung sein können. Vor allem für den Protagonisten Jesus, der den erbitterten Kampf seiner Eltern nun mit spätem Erfolg zu Ende bringt. Die Liebe zu ihrem Dorf treibt sie an. Es geht um die Ehre ihrer Verwandten und die Erinnerungen.
Jánovas ist ein klares Beispiel was staatliche Großprojekte konkret für die betroffenen Menschen bedeuten. Der Fall zeigt aber auch, wie solche Projekte scheitern und dass es sich immer lohnt weiterzukämpfen.

  • Land :
    • Deutschland
  • Jahr :
    • 2019
  • Herkunft :
    • SWR