MetropolisMetropolenreport Paris

44 Min.
Verfügbar vom 30/06/2019 bis 27/09/2019
Untertitel für Gehörlose

Was können algerische Künstler zum demokratischen Findungsprozess in ihrem Land beitragen? Die Themen: Metropolenreport Paris, algerische Szene; Boualem Sansal, das unbequeme Gewissen; Französische Kunst auf der NordArt, Schau für Gegenwartskunst; Premiere für die "Traumfabrik"; "The Shed" - größte und zeitgemäßeste Plattform für Kunst? Designer Alejandro Gómez Palomo

(1): Metropolenreport Paris, algerische Szene

Welche Forderungen, Ideen und Hoffnungen haben algerische Kulturschaffende für die Revolution in ihrem Land? Vertrieben durch Krieg, Islamismus und Korruption haben viele algerische Künstler erst in Paris die notwendige Freiheit gefunden, um Kultur, Gesellschaft und Geschichte ihres Heimatlandes zu reflektieren. Durch den Volksaufstand im Heimatland, der erste Erfolge gegen das Regime erzielte, steht ein demokratischer Findungsprozess an. Wie können sie dazu beitragen?

(2): Boualem Sansal, das unbequeme Gewissen

Der algerische Schriftsteller fordert einen offenen Dialog zwischen allen Bevölkerungs-gruppen Algeriens. Die Wucht, mit der friedliche Demonstranten den algerischen Staatschef Bouteflika aus dem Amt jagten, hat eine ungekannte Euphorie ausgelöst, auch unter Intellektuellen und Künstlern. Nach langer Resignation scheint vielen jetzt ein Umbruch möglich. Der Schriftsteller Boualem Sansal aber bleibt vorsichtig: „Unser Schicksal steht Kopf oder Zahl.“

(3): Französische Kunst auf der NordArt

Die NordArt in Schleswig-Holstein ist eine Schau weltweiter Gegenwartskunst. In der ehemaligen Eisengießerei der Carlshütte in Büdelsdorf wird in jedem Jahr in den Sommermonaten Gegenwartskunst aus aller Welt gezeigt. Besonders beeindruckend bei der NordArt ist die Ausstellung im französischen Pavillon. „Some of us“ zeigt ausschließlich Arbeiten von jungen Frauen aus ganz Frankreich. 171 Statements aus den Bereichen Fotografie, Malerei, Skulptur und Videokunst.

(4): Premiere für die „Traumfabrik“

Erstmals seit 20 Jahren kommt wieder eine Eigenproduktion aus dem Studio Babelsberg in die Kinos. Am 4. Juli hat „Traumfabrik“ Premiere. Der Spielfilm, dessen Dreh- und Angelpunkt das legendäre Studio Potsdam-Babelsberg ist, führt zurück in die 1960er-Jahre und erzählt eine Liebesgeschichte zwischen DDR und Frankreich, entwickelt vor einem realistischen Hintergrund: Damals waren französische Schauspielerinnen und Schauspieler Stammgäste in Babelsberg.

(5): “The Shed”

In New York entstand eine neue und spektakuläre Kultur-“Fabrik” für alle Arten von Kunst und Kultur. New York City ist die Welthauptstadt der Kunst und des Kunstmarktes. New York hat alles: die wichtigsten Museen zur modernen Kunst und das viele Geld der Sammler. Aber auch die Präsentationsformen für Kunst ändern sich. „The Shed“ will die größte und zeitgemäßeste Plattform für alle Formen von Kunst und Kultur in der Welt werden.

(6): Alejandro Gómez Palomo

Wie ein Spanier mit Mode Geschlechterrollen hinterfragt und international gefeiert wird. Die spanische Botschaft in Paris öffnet für Alejandro Gómez Palomo. Anerkennung für einen Designer, der raffiniert mit Klischees und Kunstgeschichte spielt und damit unter anderem Beyoncé Knowles angezogen hat. In seinem Studio im heimatlichen Posadas gewährt der 27-Jährige Metropolis jetzt Einblick in seine Welt und lässt uns die Vorbereitung und seine Show hautnah miterleben.


  • Land :
    • Deutschland
  • Jahr :
    • 2019
  • Herkunft :
    • NDR