„Così fan tutte“ aus der Oper Lausanne
Mozarts musikalisches Verwechslungsspiel

191 Min.
Verfügbar von 06/11/2018 bis 01/05/2019
Live verfügbar: nein
Wie halten es die Frauen eigentlich mit der Treue? Das fragen sich Guglielmo und Ferrando in Mozarts komischer Oper „Così fan tutte“ und unterziehen ihre zwei Angebeteten dem Treuetest. Sie geben vor, als Soldaten in den Krieg zu ziehen und kehren wenig später als fremdländische Adlige verkleidet an den Hof zurück, um der jeweils anderen den Hof zu machen.
An der Schule der Liebe ist die Lernkurve ziemlich steil: Eine treue Frau sei so selten wie ein Phönix, spottet Don Alfonso. Und so bieten sich Ferrando, der Verlobte der schönen Dorabella, und Guglielmo, der zukünftige von Fiordiligi, als Versuchsobjekte an. Das Verwechslungschaos ist vorprogrammiert. Doch zum Schluss ist die Lektion einfach: „Der glückliche Mann sieht immer das Gute in allem“.

„Così fan tutte, ossia la scuola degli amanti“ („So machen es alle (Frauen), oder die Schule der Liebenden“) war 1790 für Wolfgang Amadeus Mozart nach „Don Giovanni“ und „Le Nozze di Figaro“ die letzte Zusammenarbeit mit dem italienischen Librettisten Lorenzo Da Ponte. Auch wenn alle drei Opern heute neben der „Zauberflöte“ und der „Entführung aus dem Serail“ zu den größten Mozart-Werken zählen, waren die Kritiker nicht immer von „Così fan tutte“ begeistert. Im 19. Jahrhundert war die Opera Buffa wegen ihrer Anzüglichkeit und dem allzu leichtfertigen Umgang mit Treue und Lust nahezu verpönt. Weder Ludwig van Beethoven noch Richard Wagner konnten sich für das Werk sonderlich erwärmen.

An der Oper Lausanne gibt man heute nicht mehr allzu viel auf die moralischen Bedenken von anno dazumal. Nach „My Fair Lady“ 2015 kehrt Jean Liermier für eine zweite Regiearbeit an die Oper Lausanne zurück. Joshua Weilerstein, künstlerischer Leiter des Orchestre de Chambre de Lausanne, leitet sein Orchester durch Mozarts farbenfrohe Partitur. In den Hauptrollen der vier testgeprüften Liebenden: Stéphanie Guérin (Dorabella), Robert Gleadow (Guglielmo), Valentina Nafornita (Fiordiligi) und Joel Prieto (Ferrando).

Produktion :

Ozango

Mit :

Robert Gleadow (Guglielmo)
Joel Prieto (Ferrando)
Susana Cordón (Despina)
Bruno de Simone (Don Alfonso)
Valentina Nafornita (Fiordiligi)
Stéphanie Guérin (Dorabella)

Dirigent/-in :

Joshua Weilerstein

Chorleitung :

Pascal Mayer

Chor :

Choeur de l'Opéra de Lausanne

Bühnenbild / Ausstattung / Bauten :

Rudy Sabounghi

Libretto :

Lorenzo da Ponte

Inszenierung :

Jean Liermier

Orchester :

Orchestre de Chambre de Lausanne

Land :

Schweiz

Jahr :

2018