Agnès Varda - Publikumsgespräche 2

56 Min.
Verfügbar vom 24/06/2019 bis 23/08/2019

Zu Ehren der am 29.03.2019 verstorbenen Nouvelle Vague-Mitbegründerin Agnès Varda zeigt ARTE erneut ihre "Publikumsgespräche". Der zweite Teil spannt den Bogen von Agnès Vardas Dokumentarfilm "Die Sammler und die Sammlerin" aus dem Jahr 2000 bis zur Gegenwart mit "Augenblicke: Gesichter einer Reise" (2017), in der die 90-jährige Filmemacherin und der Street-Art-Künstler JR mit einem Fotomobil durch das ländliche Frankreich reisen.

Die drei Leben der Agnès Varda als Fotografin, Filmemacherin und „Visual artist“: Die Filme der vormaligen Fotografin Agnès Varda reichen von dem Dokumentarfilm „Die Sammler und die Sammlerin“, den sie 2000 mit gerade aufgekommenen kleinen Digitalkameras drehte, bis zu „Augenblicke: Gesichter einer Reise“, den sie 2017 zusammen mit dem Street-Art-Künstler und Fotografen JR realisierte. Dabei treffen sie Menschen, lassen sich ihre Geschichten erzählen und halten deren Gesichter in überlebensgroßen Ausdrucken an Häuserfassaden und Mauern fest.
Auf der Biennale von Venedig 2003 begann Varda mit der Video-Installation „Patatutopia“ ihr drittes Leben, nunmehr als „Visual artist“. Bei den Dreharbeiten zu „Die Sammler und die Sammlerin“ filmt sie auf einer Reise durch Frankreich Menschen, die aus Not, Leidenschaft oder nur zufällig Dinge aufsammeln, die andere weggeworfen haben. Dabei stapfte die französische Filmemacherin durch Ackerfelder und entdeckte eine Kartoffel in Herzform. Weil sie so begeistert über die schöne Form war, hat sie „Patatutopia“ geschaffen, eine der Kartoffel gewidmete Installation.
Im fließenden Übergang vom Kinofilm zum Video, von der Farbe zum Schwarzweiß, von der Statik zur Bewegung gestaltet sie „Atypische Triptychen“ oder auch audiovisuelle Installationen wie „Die Witwen von Noirmoutier“. In ihrem gleichnamigen Film reflektiert sie über ihre eigene langjährige Witwenschaft. Gedreht wurde er auf der französischen Atlantikinsel Noirmoutier, wo sie viele Urlaube mit ihrem Ehemann Jacques Demy verbrachte.
Im Gespräch mit Hervé Chandès, der sie im Garten der Fondation Cartier pour l'Art Contemporain empfängt, erzählt sie von ihren künstlerischen Grenzgängen und der neuen Beziehung zu ihrem „Publikum“. Zuletzt arbeitete sie an der Gestaltung von „Kinohütten“ aus altem 35mm-Filmmaterial – ein neuer künstlerischer Ansatz, um die Betrachter für das Teilen und Recyceln zu sensibilisieren.
Agnès Varda ist im vergangenen Jahr 90 Jahre alt geworden und nun verstorben. 

 

 

 

 


  • Regie :
    • Agnès Varda
  • Land :
    • Frankreich
  • Jahr :
    • 2018
  • Herkunft :
    • ARTE F