Van Dyck - Ruhm und Rivalität im flämischen Barock

53 Min.
Verfügbar vom 24/10/2019 bis 07/02/2020
Untertitel für Gehörlose

Der flämische Barock-Maler Anthonis van Dyck wird heute vor allem für seine Porträts gefeiert, mit denen er es zu Ruhm und Reichtum brachte. Besonders während seiner Zeit als Schüler des einflussreichen Malers Peter Paul Rubens setzte van Dyck sein Können als Porträtist ein. Dabei versuchte er zeitlebens, sich aus dem Schatten des übermächtigen Lehrmeisters zu lösen.

Anthonis van Dyck gilt als Erneuerer der Porträtmalerei, als absoluter Meister seines Fachs. Zugleich war er der beste – und ehrgeizigste – Schüler von Peter Paul Rubens. Das Dilemma: Sein Lehrmeister war für ihn einerseits ein großes Vorbild, andererseits eine schier übermächtige Vaterfigur, von der er sich Zeit seines Lebens zu lösen versuchte. Van Dycks ambitionierte Historiengemälde aus seinen jungen Jahren in Antwerpen spiegeln diese künstlerische Auseinandersetzung wider. Dieser Schaffensphase widmet sich ab dem 25. Oktober 2019 eine opulente Ausstellung in der Alten Pinakothek in München. Die Dokumentation begleitet die Forschungsarbeit der Kuratoren und Restauratoren, die viele Gemälde aus dem eigenen Bestand neu untersuchen, um die Entwicklung des großen flämischen Barockkünstlers nachzuvollziehen. Mit Hilfe modernster Technologie durchleuchten die Forscher das Frühwerk Van Dycks und kommen seiner Person dabei sehr nah. Der Zuschauer erlebt den frühen Ruhm des Wunderkindes sowie dessen Abnabelungsprozess von Rubens, der ihn schließlich an den Hof des englischen Königs führt. War die Nähe zu Rubens für das gefeierte Wunderkind eher Fluch oder Segen? Fast 400 Jahre nach seinem Tod lassen sich Antworten auf diese Frage in seinen Bildern finden.

  • Regie :
    • Yasemin Ergin
    • Lucie Tamborini
  • Land :
    • Deutschland
  • Jahr :
    • 2019
  • Herkunft :
    • ZDF