Alfons MuchaStilikone der Plakatkunst

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53 Min.
Verfügbar vom 20/12/2020 bis 25/01/2021

Alfons Mucha wird heute auf der ganzen Welt ausgestellt. Das Publikum liebt ihn als Ikone des Jugendstils. In den 60er Jahren dient seine Plakatkunst als Inspirationsquelle für Poster und Schallplattencover. Die Doku erzählt Muchas Leben aus der Sicht seines Sohnes Jiri Mucha auf der Grundlage von nie veröffentlichter Korrespondenz, Tagebüchern und autobiografischen Schriften.

Alfred Mucha (1860-1939) war gegen Ende des 19. Jahrhunderts einer der herausragenden Repräsentanten des Jugendstils. In Paris wurde er mit einem Veranstaltungsplakat für die Starschauspielerin Sarah Bernhardt buchstäblich über Nacht berühmt. Trotz seines Ruhms und Beziehungen zu Künstlern wie Gauguin verließ er Paris wieder, um sich seinem ideellen Lebenswerk, dem „Slawischen Epos“, zu widmen. 18 Jahre lang arbeitete Mucha an dem monumentalen Gemäldezyklus, der aber in seiner tschechischen Heimat auf vernichtende Kritik traf. In den 60er Jahren entdeckte die Hippiebewegung Muchas Bilderwelt und seine Jugendstilplakate neu und verlieh den daraus gezogenen Postern Kultstatus. Noch heute berufen sich viele Künstler auf Alfons Muchas Einfluss. So der Grafikdesigner Stanley Mouse, der Graffitikünstler Mear One oder der Illustrator Yoshitaka Amano, die in der Dokumentation zu Wort kommen. Alfons Mucha ist wohl einer der berühmtesten unbekannten Künstler der Welt. Seine Plakatkunst mit Frauenmotiven umrahmt von Jugendstil-Dekor und Blumenornamenten ist heute weltberühmt, doch weniger der Name Mucha selbst. Aus der Perspektive seines Sohns, des Schriftstellers und Kosmopoliten Jiri Mucha, erzählt die Dokumentation Alfons Muchas Lebensgeschichte anhand zahlreicher Nachstellungen, Animationen und Archivaufnahmen sowie mit vom Künstler selbst geschaffenen Bildern und Fotografien.

  • Regie :
    • Roman Vavra
  • Land :
    • Tschechische Republik
    • Frankreich
  • Jahr :
    • 2018
  • Herkunft :
    • ARTE
    • CT