Das Grabmal einer großen Liebe

102 Min.
Verfügbar vom 30/03/2020 bis 27/06/2020

Erzählt wird in eindrucksvollen Bildern die Legende des Taj Mahal: Der Töpfer Shiraz ist seit seiner Jugend in Selima, ein Mädchen unbekannter königlicher Herkunft, verliebt. Von Sklavenhändlern wird Selima an den Prinzen Khurram verkauft, der sich leidenschaftlich in sie verliebt ... - Meilenstein der indischen Filmproduktion (1928). Regie: Franz Osten

Indien im 17. Jahrhundert: Das Waisenmädchen Selima wird in einem Wüstendorf von einer armen Töpferfamilie aufgenommen. Sie ist von adeliger Herkunft, ihre verstorbene Mutter Prinzessin Arjumand kam bei Kämpfen im Gebirge ums Leben. Selima wird die Spielgefährtin des Töpferjungen Shiraz, der sich unsterblich in sie verliebt. Der Sklavenhändler Kasim zerstört das Idyll zwischen Selima und Shiraz; er entführt das Mädchen, um es auf dem Markt zu verkaufen. Shiraz, der dem Sklavenhändler voller Verzweiflung gefolgt ist, kommt zu spät: Die Männer feilschen bereits um Selima und die anderen jungen Frauen. Selima wird an den Prinzen Khurram verkauft, und Shiraz ist machtlos – er ist zu arm, um Selima freizukaufen. Das Einzige, was er tun kann, ist jeden Tag durch die Mauern des Palastes zu spähen, um sich ihres Wohlergehens zu vergewissern. Als Selima dem Prinzen als neue Sklavin gegenübersteht, verliebt dieser sich in sie. Er lässt ihr jegliche Freiheit im Palast, und doch kann er sich eines nicht erkaufen: ihre Liebe. Währenddessen will die machtgierige Tochter des Generals, Dalia, den Prinzen für sich gewinnen – und nützt Shiraz für ihre Pläne: Voller Hoffnung fällt der auf Dalias Hinterlist herein und setzt damit sein Leben aufs Spiel. Der Stummfilm erzählt die ergreifende Geschichte der unerfüllten Liebe eines Töpfers zu einer Prinzessin: Der nach ihrem Tod erblindete Shiraz baut das Modell des Taj Mahal im Gedenken an seine Geliebte. Ein dramatisches Melodram mit edlen Gemütern und großen Gefühlen vor orientalischem Hintergrund. Die aufwendige Großproduktion des Münchener Regisseurs Franz Osten entstand an Originalschauplätzen mit indischen Darstellern, gilt als Meilenstein der indischen Filmproduktion – und ist eine der ersten indischen Koproduktionen, hier mit der UFA und einer britischen Produktionsgesellschaft. Das British Film Institute hat den Film ausgehend vom Kameranegativ digital restauriert. Als neue Musik wurde eine Komposition von Ravi Shankars Tochter Anoushka, die sich an der Sitar ebenfalls einen Namen gemacht hat, eingespielt. „Das Grabmal einer großen Liebe“ machte Indien als Filmland international bekannt.

  • Regie :
    • Franz Osten
  • Drehbuch :
    • W.A. Burton
  • Produktion :
    • UFA
    • Himansu Rai Film
    • British Instructional Films
  • Produzent/-in :
    • Himansu Rai
  • Kamera :
    • Emil Schünemann
    • Henry Harris
  • Musik :
    • Anoushka Shankar
  • Mit :
    • Enakshi Rama Rau (Selima)
    • Seeta Devi (Dalia)
    • Himansu Rai (Shiraz)
    • Charu Roy (Prinz Khurram)
    • Maya Devi (Kulsam)
    • Profulla Kumar (Kasim)
  • Autor :
    • Niranjan Pal
  • Szenenbild / Bauten :
    • Promode Nath
    • Lala Brigmohonlal
  • Restaurierung :
    • BFI National Archive
  • Land :
    • Deutschland
    • Großbritannien
    • Indien
  • Jahr :
    • 1928
  • Herkunft :
    • ARTE