D-Mark, Einheit, VaterlandDas schwierige Erbe der Treuhand

53 Min.
Verfügbar vom 23/07/2019 bis 12/01/2020
Untertitel für Gehörlose
Die Treuhand – kaum ein Begriff löst in Ostdeutschland stärkere Reaktionen aus. Der Wechsel von der Plan- zur Marktwirtschaft bedeutete für Millionen Ostdeutsche den Weg in die Arbeitslosigkeit. Birgit Breuel, die ehemalige Präsidentin der Treuhand, ist nach Jahrzehnten des Schweigens erstmals bereit, dieses Kapitel noch einmal aufzuschlagen und 30 Jahre später Bilanz zu ziehen.
Die Treuhand – kaum ein Begriff löst in Ostdeutschland stärkere Reaktionen aus. 30 Jahre nach der Wiedervereinigung und dem Umbau der Wirtschafts- und Lebensverhältnisse im Osten ist es Zeit für eine Bilanz. Der Systemwechsel von der Plan- zur Marktwirtschaft bedeutete für Millionen Ostdeutsche den Weg in die Arbeitslosigkeit – und begründete eine tiefe Kränkung des Ostens durch den Westen, die gerade in den letzten Jahren neue politische Ventile findet. Birgit Breuel, von 1991 bis 1994 Präsidentin der Treuhandanstalt, hat die schmerzhaften Privatisierungen und Stilllegungen Tausender Unternehmen vorangetrieben. Als Präsidentin der Anstalt wurde sie zur Symbol- und Hassfigur dieses Übergangs. Nach Jahrzehnten des Schweigens ist sie erstmals bereit, dieses Kapitel noch einmal aufzuschlagen und ausführlich über diese Zeit zu sprechen, in der alles auf Hochtouren lief und in der rationale Entscheidungen getroffen werden mussten, um ein Land komplett umzubauen. Welche Überzeugungen hat sie zu ihren Entscheidungen gebracht? Wie schätzt sie diese im Rückblick ein? Und welche Beweggründe hatte sie, eine solche Aufgabe überhaupt zu übernehmen? Wie frei waren die Treuhandmitarbeiter in all ihren Entscheidungen? Hätte es andere Möglichkeiten der wirtschaftlichen Wende gegeben? Die Filmemacher haben Manager der Treuhand, Politiker und Experten zu ihrer Arbeit, zu Zielen und Herausforderungen der Staatsholding befragt.

  • Regie :
    • Inge Kloepfer
    • Jobst Knigge
  • Land :
    • Deutschland
  • Jahr :
    • 2018
  • Herkunft :
    • MDR