Georgiens Hafen der Hoffnung

100 Min.

Verfügbar bis zum 29/10/2024

TV-Ausstrahlung am Mittwoch, 31. Juli um 00:30

  • Untertitel für Gehörlose
Vor dem Angriff auf die Ukraine machte Vladimir Putin klar, dass Russland auch Georgien als Teil seines Einflussbereichs definiert. Dass an der georgischen Schwarzmeerküste mit westlichen Partnern ein Tiefseehafen gebaut werden soll, passt da kaum in seinen Plan. Der in Georgien lebende Dokumentarfilmer Stefan Tolz hat fünf Jahre lang die Ereignisse im Land verfolgt.
Nur vier Kilometer von der Grenze zur russisch besetzten Teilrepublik Abchasien am Schwarzen Meer liegt das kleine Dorf Anaklia: 2016 erhält der Geschäftsmann Mamuka Khazaradze den Zuschlag, mit einem georgisch-amerikanischen Konsortium einen Tiefseehafen zu bauen, um das Land zur Drehscheibe auf der Neuen Seidenstraße für den Handel zwischen Europa und Asien zu machen. Doch plötzlich stockt das Großprojekt – der aus Russland heimgekehrte Milliardär Iwanischwili scheint seine Finger im Spiel zu haben. Khazaradze wird der Geldwäsche angeklagt, der Bau gestoppt. Gewinner ist vor allem Russland, das nun keine Konkurrenz durch eine westlich kontrollierte Handelsroute im Südkaukasus für den eigenen Schwarzmeerhafen Noworossijsk fürchten muss. Die Menschen in Anaklia stehen vor einer riesigen Bauruine; das Konsortium hat Millionen verloren. Aber Khazaradze gibt nicht auf, geht in die Politik und wird zu einem Hoffnungsträger der westlich Orientierten im Land.
Während Khazaradze Konsortium über ein Schiedsgericht in Genf die Regierung zum Weiterbau des Hafens verpflichten will, werden in Georgien demokratische Kontrollinstanzen abgeschafft und wichtige Institutionen gleichgeschaltet und unter Aufsicht von Iwanischwili-Vertrauten gebracht. Als sich die georgische Regierung auch im Ukraine-Krieg nur zögerlich von Russland abgrenzt, gehen Zehntausende auf die Straße: Sie fürchten, dass im Falle eines russischen Kriegserfolges in der Ukraine der Übernahme Georgiens durch russlandfreundliche Kräfte nichts mehr im Wege steht.
Das "Jahrhundertprojekt" Anaklia, das den wirtschaftlichen Aufbruch des Landes symbolisieren sollte, wird zum Sinnbild für das Scheitern Georgiens auf dem Weg nach Westen.

Regie

Stefan Tolz

Land

Deutschland

Jahr

2022

Herkunft

ZDF

Auch interessant für Sie

Abspielen Mit offenen Karten W. Putin : Die Sehnsucht nach dem Imperium 13 Min. Das Programm sehen

Mit offenen Karten

W. Putin : Die Sehnsucht nach dem Imperium

Abspielen Aserbaidschan - Im Land des schwarzen Goldes 44 Min. Das Programm sehen

Aserbaidschan - Im Land des schwarzen Goldes

Abspielen 360° Reportage Färöer, zu Hause im Nordatlantik 52 Min. Das Programm sehen

360° Reportage

Färöer, zu Hause im Nordatlantik

Abspielen Unsere Zukunft – Armenien/Georgien P_OST: Was uns prägt 27 Min. Das Programm sehen

Unsere Zukunft – Armenien/Georgien

P_OST: Was uns prägt

Abspielen Re: Der Krieg vor der Haustür Rumäniens Donau-Dörfer in Angst 33 Min. Das Programm sehen

Re: Der Krieg vor der Haustür

Rumäniens Donau-Dörfer in Angst

Abspielen Mit dem Zug an die Hudson Bay 44 Min. Das Programm sehen

Mit dem Zug an die Hudson Bay

Die meistgesehenen Videos von ARTE

Abspielen Die Saat 98 Min. Das Programm sehen

Die Saat

Abspielen Märzengrund 103 Min. Das Programm sehen

Märzengrund

Abspielen Wohin die Flüsse verschwinden Leben in der Wasserkrise 91 Min. Das Programm sehen

Wohin die Flüsse verschwinden

Leben in der Wasserkrise

Abspielen Die Dolomiten - Sommer in den italienischen Alpen 44 Min. Das Programm sehen

Die Dolomiten - Sommer in den italienischen Alpen

Abspielen Aserbaidschan - Im Land des schwarzen Goldes 44 Min. Das Programm sehen

Aserbaidschan - Im Land des schwarzen Goldes

Abspielen The Offspring Hellfest 2024 64 Min. Das Programm sehen

The Offspring

Hellfest 2024