Frauenfußball in KabulEin Tor für die Freiheit

44 Min.
Verfügbar vom 07/06/2019 bis 05/09/2019
Untertitel für Gehörlose
Die 23-jährige ehemalige Nationalspielerin Afghanistans, Madina Azizi, will mehr Sportkultur in ihr Land bringen, damit auch Mädchen Sport treiben können. Dafür wird sie gefeiert, aber auch angefeindet. Ihr Engagement für mehr weibliche Selbstbestimmung in einer traditionellen, patriarchalischen Gesellschaft ist nicht überall gern gesehen.
Fußball für Mädchen ist für viele afghanische Familien ein Tabu. Damit ist Madina Azizi als Spielerin und als Trainerin einer Mädchenmannschaft konfrontiert. Mit 20 Jahren ist für die meisten jungen Frauen Schluss mit Fußball, weil sie dann das heiratsfähige Alter erreicht haben. Kaum eine verheiratete Frau darf Sport treiben. Das macht es schwer, Frauenvereine aufzubauen und am Leben zu erhalten. "Ich versuche, mehr Sportkultur in mein Land zu bringen, damit auch Mädchen Sport treiben können. Wenn ich mich nicht dafür einsetze, wer tut es dann?", fragt Madina Azizi aus Kabul. Die 23-Jährige ist ehemalige Nationalspielerin Afghanistans. Dafür wird sie allerdings nicht nur gefeiert, sondern auch angefeindet. Unterstützt wird Madina Azizi von Khalida Popal, die 2008 die erste Kapitänin der afghanischen Frauen-Nationalmannschaft war. Mittlerweile lebt Khalida Popal in Dänemark, weil sie in Kabul um ihr Leben fürchtete. Sie versucht aber weiterhin, den aktiven Frauen in ihrer Heimat zu helfen und den Sport zu professionalisieren. Gemeinsam engagieren sich die beiden Frauen für mehr weibliche Selbstbestimmung in einer traditionellen, patriarchalischen Gesellschaft.

  • Regie :
    • Gelareh Kiazand
  • Land :
    • Deutschland
  • Jahr :
    • 2018
  • Herkunft :
    • ZDF