Kuba im globalen Spiel (1/2)(1): Kämpfer

58 Min.
Verfügbar vom 26/11/2019 bis 31/01/2020
Nächste Ausstrahlung am Freitag, 13. Dezember um 09:30
Untertitel für Gehörlose

Vom unglaublichen, diplomatischen Abenteuer der Kubanischen Revolution – von ihren Anfängen bis heute. In der zweiteiligen Dokumentation kommen zahlreiche Zeitzeugen zu Wort, die die Revolution unterstützten oder bekämpften: führende Politiker, Minister, Geheimdienstmitarbeiter und Diplomaten aus Kuba, den USA und Russland. Erste Folge: 1959. Fidel Castro kommt an die Macht.

Kubas Ziel war von Anbeginn an die Weltrevolution: Fidel Castro und Che Guevara wollten das Land zum Vorreiter nationaler und antiimperialistischer Freiheitsbewegungen in Afrika und Lateinamerika machen. Doch zunächst geriet Kuba zwischen die Fronten zweier Großmächte. Es musste sich gegen die von der CIA angezettelten Angriffe der USA wehren, die in der gescheiterten Invasion in der Schweinebucht kulminierten, und willigte in die Stationierung sowjetischer Mittelstreckenraketen auf Kuba ein, was die Welt an den Rand eines Atomkrieges brachte. Als die UdSSR die Raketen abzog, ohne Castro davon zu unterrichten, kehrte Kuba dem Ost-West-Konflikt den Rücken und fand seinen eigenen Weg in der Bewegung der blockfreien Staaten. Das Land stärkte Freiheitsbewegungen in der ganzen Welt, unterstützte Revolutionsführer Ahmed Ben Bella in Algerien, entsandte Truppen in den Kongo und Guerillakämpfer nach Bolivien. Getreu Che Guevaras Manifest „Schaffen wir zwei, drei, viele Vietnam“ war der kleine Staat einfach überall präsent. In Angola erzielte das internationale Engagement Kubas seinen schönsten Erfolg: Der Militäreinsatz dort beschleunigte den Niedergang des Apartheidregimes in Südafrika. Doch als die UdSSR zusammenbrach, gerieten auch Kubas Visionen von der Weltrevolution ins Wanken.

  • Regie :
    • Mick Gold
  • Land :
    • Frankreich
    • Großbritannien
  • Jahr :
    • 2018
  • Herkunft :
    • ARTE F