Boris MitićInterview über "Ein Hoch auf das Nichts"

12 Min.
Verfügbar vom 11/12/2018 bis 21/03/2021
Der serbische Filmemacher Boris Mitić über seinen Film „Ein Hoch auf das Nichts“. Er erläutert den Aufbau dieses Werks, das aus über 300 von 100 Kameraleuten in 70 Ländern aufgenommen Bildern besteht und dennoch so wirkt, als würde ein einziger Betrachter all diese Szenen sehen.
Der Filmemacher erzählt auch, wie er den richtigen Ton für das Nichts gefunden hat, das zum Zuschauer mit der Stimme der Punkrock-Ikone Iggy Pop spricht: „Ich wusste, dass das visuelle Erscheinungsbild des Films sich aus vielen verschiedenen Standpunkten zusammensetzen musste, damit die überall gleiche visuelle Identität des Nichts zum Ausdruck kommt. Aber ich wusste auch, dass nur ich den Text für das Nichts schreiben konnte. In gewisser Weise ist es mein Loblied auf mein eigenes Nichts. Ich wollte, dass das Nichts zu uns spricht, dass es kritisch, humorvoll, mit einem Hauch von warmem Sarkasmus und optimistischem Zynismus, mit Verständnis für die menschlichen Schwächen und mit Selbstironie zu uns spricht. Und zu meiner eigenen Verblüffung hat sich dann die gereimte Versform herauskristallisiert, obwohl ich noch nie in meinem Leben Reime geschrieben habe“, so Boris Mitić.


Interview: Sabine Lange; Montage: Markus Hübers; Image: Tangi Zahn
Das Interview wurde anlässlich des Festivals Visions du Réel in Nyon im April 2018 aufgenommen.

  • Redaktion :
    • Sabine Lange
  • Land :
    • Frankreich
  • Jahr :
    • 2018