Johnny Clegg - Der weiße Zulu

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Doku über das engagierte Leben von Johnny Clegg, der am 16. Juli 2019 gestorben ist. Der Musiker setzte mit seinem mutigen Mix aus Zulu und Englisch, aus afrikanischen Rhythmen und Rock, ein Symbol gegen die Rassentrennung und wurde zur Ikone der Anti‑Apartheid-Bewegung. Sein Lebensweg und seine Musik erzählen die Geschichte Südafrikas auf dem langen Weg in die Freiheit.
Der in Südafrika lebende britische Sänger Johnny Clegg verkaufte 1988, damals noch nahezu unbekannt, innerhalb weniger Monate fast zwei Millionen Alben. Sein Nelson Mandela gewidmeter Hit „Asimbonanga“ ließ ihn schlagartig zum Weltstar werden: Er beklagt in dem Lied „Asimbonanga“ – was auf Zulu „Wir haben ihn noch nie gesehen“ bedeutet – das Fehlen von Mandela, besonders für diejenigen, die nach dessen Inhaftierung geboren wurden. Clegg spielte plötzlich vor ausverkauften Stadien und wurde zur Symbolfigur des Kampfs gegen die Apartheid. In seiner Dokumentation „Johnny Clegg - Der weiße Zulu“ erzählt Amine Mestari aus dem Leben des engagierten Musikers, der die Menschen weltweit für seine Vision einer südafrikanischen Gesellschaft ohne Rassentrennung begeisterte. Johnny Clegg fusionierte Rock- mit Zulumusik und ließ in seiner Band Savuka, was auf Deutsch „Wir sind erwacht“ heißt, weiße und schwarze Künstler gemeinsam auftreten – eine mutige Kampfansage an die Politik der Apartheid. Seine Karriere stellte Clegg ab den frühen 70ern in den Dienst des interkulturellen Dialogs und schuf eine politische Kunst, die die Menschen aufrütteln wollte. Bisweilen musste sich Clegg über die Zensur hinwegsetzen – und außerhalb der Landesgrenzen seine politischen und künstlerischen Ambitionen weiterverfolgen. Der Dokumentarfilm zeigt, wie man mit Musik von der Welt erzählen und gegen Ungerechtigkeit kämpfen kann. Er schildert die Geschichte eines Mannes, dessen Musikerkarriere untrennbar mit dem wechselvollen Weg Südafrikas in die Freiheit verbunden ist.

  • Regie :
    • Amine Mestari
  • Land :
    • Frankreich
  • Jahr :
    • 2018
  • Herkunft :
    • ARTE F