Amerika mit David YetmanKuba: Baracoa, Kubas Vorposten im Atlantik

25 Min.
Verfügbar vom 14/11/2019 bis 19/01/2020

Wohl zum letzten Mal begleitet die Serie David Yetman, der seit über fünf Jahren durch Amerika fährt. Dokureihe. In dieser Folge: Etwa 700 Kilometer östlich von  La Havana liegt die historische Stadt Baracoa. Sie ist umgeben von hohen Bergen, die sie fast vollständig vom Rest des Landes abschneiden. Die Bewohner Baracoas leben mittlerweile autark.

Denken wir an Kuba, denken wohl die meisten Europäer an Fidel Castro, an Oldtimer, kubanische Zigarren, Rum und: an die Hauptstadt Havanna. Doch ganz im Osten des Landes, weit weg von der Hauptstadt, hat sich eine ursprünglichere Form der kubanischen Kultur erhalten. Die Gebirgsketten der Sierra Maestra und der Sierra Cristal trennen den Osten Kubas vom restlichen Teil des Landes ab. Hier herrscht nicht nur ein anderes Klima, die Menschen sprechen und essen auch anders. Der kulturelle Einfluss von afrikanisch-stämmigen und indigenen Kubanern ist hier so groß wie sonst nirgends in Kuba. Ganz im Osten des Landes, an der Bahia de Miel (Honigbucht), 700 Kilometer von der Hauptstadt Havanna entfernt, liegt Baracoa. In der Bucht ankerte einst Christoph Kolumbus auf seiner ersten Entdeckungsreise. Gegen den Widerstand der Indios unter Führung des Häuptlings Hatuey, der deswegen heute als „Erster Held der kubanischen Nation“ verehrt wird, gründete sich in Baracoa die erste spanische Siedlung Kubas.
Doch trotz seiner historischen Bedeutung verschlägt es im Vergleich zu Havanna im Westen nur wenige Touristen in den Ostteil des Landes. Bis heute ist die Landschaft hier, wo einst der dichteste Regenwald der westlichen Hemisphäre wuchs, von Zuckerrohrplantagen geprägt. Die europäischen Kolonialherren ließen die Wälder abholzen und riesige Plantagen anlegen, auf denen afrikanische Sklaven die Felder bestellten und das Zuckerrohr ernteten.


  • Regie :
    • Dan Duncan
  • Land :
    • USA
  • Jahr :
    • 2017
  • Herkunft :
    • ARTE F