Syrien: Ein Gesetz, das Geflüchtete enteignet

8 Min.
Verfügbar von 05/06/2018 bis 07/06/2035
Live verfügbar: ja
Seit dem 2. April erlaubt eine syrische Gesetzgebung Gemeinden, urbane Sanierungszonen zu schaffen. Zu diesem Zweck wird ihnen die Enteignung als Mittel erlaubt. Gemäß Damaskus geht es zwar darum, das Land wieder aufzubauen. Aber hinter diesem guten Versprechen steckt ein breiter Plan der Säuberung. Denn wer entschädigt werden möchte, muss sich bei den Behörden präsentieren und einen gültigen Eigentumstitel vorlegen.
Für die Syrer, die sich gegen das Regime gestellt haben, ist diese Vorgehensweise schwierig und gefährlich - für die Millionen von Geflüchteten ist es nahezu unmöglich. Weniger als zehn Prozent von ihnen besitzen einen ordnungsgemäßen Eigentumstitel. Für den Assad-Clan ist das "Dekret Nummer 10" also eine willkommene Gelegenheit, die Regime-Getreuen zu belohnen, egal ob Syrer, Iraner oder Russen. Einige syrische Flüchtlinge versuchen von Europa aus, sich zur Wehr zu setzen.

Journalist :

Tariq Haddad
Sandra Haddad

Land :

Frankreich

Jahr :

2018