83 Min.
Verfügbar vom 20/10/2019 bis 20/11/2019
AudiodeskriptionUntertitel für Gehörlose
Die Ein-Kind-Politik wurde in China von 1979 bis 2015 mit unerbittlicher Härte durchgesetzt. Massive Staatspropaganda, die Androhung harter Sanktionen und Strafen im Falle eines Verstoßes haben das chinesische Volk 35 Jahre lang in Angst und Schrecken leben lassen – eine nationale Tragödie und ein Trauma, das unzählige Leben geprägt und zerstört hat.
Bis 2015 wurden unzählige Chinesen von der Ein-Kind-Politik ihres Landes geprägt und traumatisiert. Massive Staatspropaganda und die Androhung harter Sanktionen und Strafen ließen das chinesische Volk 35 Jahre lang in Angst und Schrecken leben. Die von der Regierung gesteuerte strikte Familienplanung rief einen Männerüberschuss, eine Überalterung der Gesellschaft und einen Menschenhandel in bisher ungeahnten Ausmaßen hervor. Die beiden heute in den USA lebenden Regisseurinnen Nanfu Wang und Jialing Zhang kehrten für ihren Dokumentarfilm nach China zurück, um die nachhaltigen und verheerenden Folgen der Ein-Kind-Politik aufzuarbeiten. Sie sprachen mit Hebammen, Dorfvorstehern und Journalisten und erzählen unglaubliche Geschichten über Zwangsabtreibungen bis spät in die Schwangerschaft, Sterilisation, aus Verzweiflung ausgesetzte Kleinkinder und staatlich geförderte Entführungen. Die Regisseurin Nanfu Wang, seit zwei Jahren selbst Mutter, entdeckt in ihrer eigenen Familie, welche ungeheuren Entscheidungen getroffen werden mussten, um die harten Strafen des Staates zu umgehen. Weltweit wurde die Ein-Kind-Politik als ein selbstverständlicher Teil der Geschichte und Kultur Chinas angesehen. Mit neuen Enthüllungen über Zehntausende verlassene und entführte Kinder – fast alle von ihnen Mädchen – bricht der Film das jahrzehntelange Schweigen über die kontinuierlichen Menschenrechtsverletzungen.

  • Regie :
    • Nanfu Wang
    • Jialing Zhang
  • Land :
    • Frankreich
    • USA
  • Jahr :
    • 2019
  • Herkunft :
    • WDR