Lutoslawski, Tschaikowsky und Prokofjew in HelsinkiH. Lintu, Li-Wei Qin, Finnish Radio Symphony Orchestra

80 Min.
Verfügbar vom 21/11/2018 bis 08/05/2019

Li-Wei Qin übernimmt den Solopart dieser Aufführung der Rokoko-Variationen von Piotr Tschaikowksy. Ebenfalls auf dem Programm des Konzertes des Finnish Radio Symphony Orchestra unter Hannu Lintu: Lutosławskis 2. Sinfonie von 1967 und die Suite aus Prokofjews Oper "Krieg und Frieden" von 1941 im Arrangement von Christopher Palmer.

Li-Wei Qin übernimmt den Cello-Part von Peter Tschaikowskys Rokoko-Variationen. Der Australier chinesischer Abstammung hat sich international unter anderem als Kammermusiker einen Namen gemacht. 

Das Finnish Radio Symphony Orchestra unter Chefdirigent Hannu Lintu präsentiert in diesem Konzert ein russisch-polnisches Programm mit Musik aus dem 20. Jahrhundert.

Eröffnet wird der Abend mit Lutosławskis 2. Sinfonie. Es handelt sich um ein Auftragswerk des NDR Sinfonieorchesters Hamburg für die Konzertreihe "Das neue Werk". 1966 brachte das Orchester unter Leitung von Pierre Boulez den 2. Satz zur Uraufführung. Das Gesamtwerk wurde 1967 vom Orchester des polnischen Radios unter Leitung des Komponisten uraufgeführt. 1968 erhielt die Sinfonie beim International Rostrum of Composers in Paris den ersten Preis. Lutosławskis 2. Sinfonie besteht aus nur zwei Sätzen, einem ersten vorbereitenden – Zögernd – und einem Hauptsatz – Direkt –, die ineinander übergehen. Die kurzen kontrastierenden Sequenzen einzelner Instrumentengruppen des ersten Satzes stehen im Konstrast zur Vorwärtsbewegung des zweiten.

Seine Rokoko-Variationen schrieb Piotr Tschaikowsky für seinem Freund Wilhelm Fitzenhagen. Der deutsche Cellist, der am Moskauer Konservatorium lehrte, hatte auch die ausdrückliche Erlaubnis, die "Variationen" zu bearbeiten. Fitzenhagen vereinfachte den Ablauf und baute Passagen der Partitur virtuoser aus. Uraufgeführt wurde das Werk 1877. Unter dem Schlagwort "Rokoko" evoziert Tschaikowsky die Leichtigkeit der Musik des 18. Jahrhunderts, nicht nur des Rokoko sondern auch die von Mozart.

Im Juni 1941 griff die deutsche Wehrmacht unter dem Decknamen "Unternehmen Barbarossa" die Sowjetunion an. Sergej Prokofjews Reaktion war die Vertonung eines russischen Nationalwerkes, das den Agriff Napoleons auf Russland zum Thema hatte, Leo Tolstois "Krieg und Frieden". Als er seine Oper zum "Großen Vaterländischen Krieg" 1943 vollendete, waren die Deutschen in Stalingrad vernichtend geschlagen. Unter dem Druck der Zensur musste Prokofjew jedoch seine Oper immer wieder umschreiben. In ihrer Gesamtheit kam sie deswegen erst nach seinem Tod zur Uraufführung. 1992 stellte der britische Komponist Christopher Palmer eine Suite aus der Oper zusammen.

Auf dem Programm:
Witold Lutosławski: Sinfonie Nr. 2
Piotr Tschaikowsky: Variationen über ein Rokoko-Thema für Violoncello und Orchester
Sergji Prokofjew (arr. Palmer): "Krieg und Frieden", sinfonische Suite

Li-Wei Qin, Violoncello

Fotos
FRSO 2017 © Jukka Lintinen


  • Mit :
    • Li-Wei Qin (Violoncello)
  • Fernsehregie :
    • Antti Lappi
  • Komponist/-in :
    • Witold Lutosławski
    • Piotr Illitsch Tchaikovsky
    • Sergej Prokofjew
  • Dirigent/-in :
    • Hannu Lintu (Dirigent)
  • Orchester :
    • Finnish Radio Symphonie Orchestra
  • Land :
    • Finnland
    • Frankreich
  • Jahr :
    • 2018