Stromaufwärts! Europas WasserwegeVon Rotterdam bis in die belgischen Ardennen

43 Min.
Verfügbar vom 04/02/2020 bis 05/03/2020
Untertitel für Gehörlose

Flüsse, Kanäle und Seengebiete prägen seit Jahrhunderten die Kultur Europas. Unterwegs auf Wasserwegen entdeckt die Dokureihe fünf europäische Regionen vom Wasser aus. Stromaufwärts führt diese Etappe der Reise von Rotterdam, Europas größtem Hafen an der holländischen Nordseeküste, über Maas und Ourthe bis in die belgischen Ardennen.

Die Niederländer ringen dem Meer seit Jahrhunderten Land ab, sind Experten im Umgang mit steigenden Wasserpegeln und Vorreiter neuer Ideen. Der Architekt Koen Olthuis baut Häuser ausschließlich auf dem Wasser. Seine Vision, aus schwimmenden Gebäuden ganze Stadtviertel zu errichten, weckt in Zeiten des Klimawandels internationales Interesse. Von Rotterdam geht es, dem Lauf der Maas folgend, in Richtung Osten. Landwirtschaftliche Flächen sind von Deichen umbaut, doch es gibt ein Umdenken. Das landesweite sogenannte Delta-Programm setzt auf niedrige Deiche und gezielte Überschwemmungsflächen. Das Grundstück von Bauer Nol Hooijmaaijers wurde nach diesen Prinzipien umgebaut, ebenso ein großes Gebiet der Gemeinde Oojen-Wanssum. Die Route entlang der Maas führt weiter zur historischen Dampfpumpstation De Tuut, die früher zur Entwässerung der Landschaft genutzt wurde. Am World Cleanup Day sammeln Freiwillige Müll aus den Gewässern: In Hollands Flüssen sammelt sich jede Menge davon aus ganz Europa an. Über Venlo, Roermond und Maastricht erreicht man Belgien. Während in Lüttich Streetfishing zum Trend wird, kümmern sich in den belgischen Ardennen Wissenschaftler um die Wiedereinführung der Lachse. Die Wanderung der Fische macht deutlich, wie die Natur über Landesgrenzen zusammenhängt – und dass zum Schutz der Umwelt überregionale Ansätze notwendig sind.

  • Regie :
    • Christian Schidlowski
  • Land :
    • Deutschland
  • Jahr :
    • 2019
  • Herkunft :
    • ZDF