Metropolis
Tel Aviv / Stéphane Brizé / Ulrike Meinhof / Lynn Hershman Leeson

44 Min.
Verfügbar von 20/05/2018 bis 17/08/2018
Live verfügbar: ja

Diese Woche: (1) Metropole - Tel Aviv. Stadt des zionistischen Traums. (2) "En Guerre" - Regisseur Stéphane Brizé erzählt die Geschichte streikender Arbeiter. (3) "Die RAF hat Euch lieb" - Bettina Röhls Erinnerungsbuch (4) Moral als Lifestyle-Objekt? Das Kollektiv "Tools for Action" (5) Ivan Argote - Zwischen Provokation und Beton (6) Lynn Hershman Leeson - Ausstellung in Basel

(1): Die Zukunftsstadt Israels
Keine Stadt steht so sehr für den zionistischen Traum wie Tel Aviv. Die Metropole am Mittelmeer wurde einst als Modellstadt erschaffen – mit breiten Straßen und voller Bauhaus-Architektur. Was ist aus dem Traum von damals geworden? In Tel Aviv ist von den Unruhen an der Grenze zum Gazastreifen kaum etwas zu spüren. Die Stadt gilt bei den Künstlern als die heimliche Hauptstadt Israels, auch wenn die USA ihre Botschaft nun gerade nach Jerusalem verlegt hat. 70 Jahre nach der Gründung des Staates Israel reist "Metropolis" in die Stadt, die niemals schläft.
(2) : Arbeitskampf in Frankreich
Angesichts von Bahnarbeiterstreiks und Studentenprotesten ist „En Guerre“ Frankreichs Film der Stunde. Regisseur Stéphane Brizé erzählt in dem Spielfilm die Geschichte streikender Arbeiter in einer französischen Fabrik. Dafür wurde er 2018 gleich nach Cannes eingeladen.
(3): Bettina Röhl über 1968
Pünktlich zum 50-jährigen Jubiläum der 68er hat die Journalistin Bettina Röhl, die Tochter von Ulrike Meinhof, das Erinnerungsbuch „Die RAF hat Euch lieb“ – Die Bundesrepublik im Rausch von 68 vorgelegt. Darin geht sie nicht nur mit ihrer Mutter ins Gericht - sondern rechnet auch mit den Idealen von 1968 ab.
(4): Ist politische Kunst moralische Selbstdarstellung?
Das Künstlerkollektiv „Tools for Action“ weiß, wie man Demos aufmischt. Es nutzt riesige schwebende Silberwürfel, um ein Polizeiaufgebot durcheinander oder eine Nazi-Demo ins Stocken zu bringen. Doch der Kunsthistoriker Wolfgang Ullrich sieht die Aktionsgruppe kritisch. Er fragt: Wie weit geht wirkliches Engagement? Und wo beginnt moralische Selbstverliebtheit?
(5): Zwischen Provokation und Beton
Der kolumbianisch-französische Künstler Ivan Argot ist berühmt für seine Provokationen. So übermalte er einst zwei Gemälde von Piet Mondrian im Centre Pompidou mit Graffitis. Daneben arbeitet er vor allem mit Beton und formt daraus große Plastiken. "Metropolis" besucht ihn in seinem Pariser Atelier.
(6): Die DNA als Kunst
Die Multimedia-Künstlerin Lynn Hershman Leeson beschäftigt sich mit künstlicher Intelligenz und menschlichem Fortschritt. Dafür kooperierte sie sogar mit dem Labor eines Pharma-Unternehmens. Die Resultate zeigt sie nun in einer großen Ausstellung in Basel.


Land :

Deutschland

Jahr :

2018

Herkunft :

ZDF
  • Bonus und Ausschnitt

Tel Aviv, Stadt des zionistischen Traums

12 min

"En Guerre" - Arbeitskampf in Frankreich

5 min

Moral als Lifestyle-Objekt? Das Kollektiv "Tools for Action"

6 min

Ivan Argote - Zwischen Provokation und Beton

6 min

Lynn Hershman Leeson - Ausstellung in Basel

7 min