Kurzschluss
Kurzfilmtage Oberhausen

9 Min.
Verfügbar von 05/05/2018 bis 03/06/2018
Live verfügbar: ja

Spezial Kurzfilmtage Oberhausen. Mit folgenden Themen: (1) Labs, KreativLabore für den analogen Film - Neue Sektion in Oberhausen (2) Begegnung – Filmemacherin Eva Könnemann im Interview

(1): Das Jahr des Tieres
Animationsfilm von Zhong Su, China 2017, Erstausstrahlung
„Das Jahr des Tieres“ ist laut Jury der Oberhausener Kurzfilmtage ein eindringlicher Film, der durch seine zutiefst verstörenden und meisterhaft gestalteten Bilder unter die Haut geht. Es ist das visionäre, animierte Porträt einer dystopischen Zukunft der Menschheit, in der zwei verblüffend unterschiedliche Welten aufeinanderprallen.
Zhong Su ist Absolvent der China Academy of Art in Hangzhou. 2016 zeigte er seine Arbeiten unter anderem beim Animafest Zagreb, dem San Diego Asian Film Festival Spring Showcase in den USA, dem Zhengzhou Experimental Film & Video Festival in China, dem Lago Film Fest in Italien und dem Internationalen Festival für Animations­film Fantoche in der Schweiz.
(2): Zoom – Labs, KreativLabore für den analogen Film
Wie in nahezu allen Lebensbereichen ist die digitale Technologie heute auch für das Medium Film tonangebend. Doch dort, wo Normen unverrückbar erscheinen, zeigen die Internationalen Kurzfilmtage in Oberhausen Alternativen: Mit der neuen Sektion Labs richtet das Festival die Aufmerksamkeit auf eine überaus lebendige und kreative Szene von Künstlerkollektiven, die sich fernab vom Mainstream zu einer spannenden Erneuerungsbewegung des analogen Films entwickelt hat.
"Kurzschluss - Das Magazin" trifft den Kurator von Labs, Vassily Bourakis, und besucht das niederländische Labor Filmwerkplaats.
(3): Strim – Wo ist meine Katze
Kurzfilm von Aleksander Johan Andreassen, Norwegen 2017, Erstausstrahlung
In „Strim – Wo ist meine Katze“ ist Sigrid auf der Suche nach ihrer verschwundenen Katze Liv. Dabei wendet sich ihr innerer Monolog in ihren Bewegungen und ihrem Verhalten nach außen. Die Begegnungen mit den Menschen in ihrer Umgebung führen sie mal weiter und mal nicht. Wird sie ihre Katze jemals wiederfinden?
Aleksander Johan Andreassen ist ein norwegischer Künstler und Filmemacher. Er hat einen MFA vom Konstfack University College of Arts, Crafts und Design in Stockholm und arbeitete sowohl als Videodesigner fürs Theater als auch als Kameramann für Stop­Motion­Filme. Seine Werke wurden weltweit in Gruppenausstellungen und auf Filmfestivals gezeigt.
(4): Begegnung – Eva Könnemann
Eva Könnemann, Jahrgang 1973, machte ihren Abschluss an der Filmakademie Baden-Württemberg. Bei einer Recherche über Ortswappen stößt sie zufällig auf die kleine Gemeinde Emmelsum in Nordrhein-Westfalen. Auf der Webseite des Ortes heißt es schlicht: "Über Emmelsum lässt sich nicht allzu viel sagen". Genau diese Abwesenheit von Erwähnenswertem weckt das Interesse der Filmemacherin. Sie geht mit der Kamera nach Emmelsum, um einen Film über das Nichts zu machen. Anlässlich der Sondersendung zum Oberhausener Festival hat "Kurzschluss - Das Nagazin" die Regisseurin zum Interview getroffen.
(5): Das Badezimmer
Kurzfilm von Bjørn Melhus, Deutschland 2011
Mit Bezug auf die von Regisseur Alfred Hitchcock höchstpersönlich deutsch eingesprochene Fassung des Trailers zu „Psycho“ (USA 1960) führt ein Gärtner mit Kettensäge – Bjørn Melhus selbst – 51 Jahre später durch das Anwesen der Herbert-Gerisch-Stiftung in Schleswig-Holstein. Der Besuch endet, wie auch schon im Original-Trailer, in einem Badezimmer.
Der deutsch-norwegische Filmemacher und Medienkünstler Bjørn Melhus wurde 1966 in Kirchheim unter Teck geboren. In seinen meist gesellschaftskritischen Kurzfilmen, Videos und Installationen greift er aktuelle globale Themen und Tendenzen auf. Seine Filme und Videos sind regelmäßig bei Film- und Medienkunstfestivals zu sehen, darunter auch immer wieder auf den Kurzfilmtagen Oberhausen.
(6): Hermione
Animationsfilm von Nina Yuen, U.S.A. 2014
In „Hermione“ kombiniert Nina Yuen die Biographien von Simone de Beauvoir, Twyla Tharpe, Dorothy Parker, Vera Nabokov und Hilda Dolittle, um die Geschichte einer namenlosen Frau mit multiplen "Ichs" zu erzählen. Sie verwandelt eine fremde Biographie in eine persönliche Autobiographie, indem sie universelle Geschichten nimmt und ihnen den Anklang einer Beichte verleiht. Während sich die Figur des Films entwickelt und ihre Illusionen ablegt, bleibt die Ästhetik des Films völlig statisch. Die Anzahl der Kerzen auf dem Geburtstagskuchen nimmt zu, aber der Kuchen ist nach wie vor für ein Kind dekoriert. Der Film agiert als Alter Ego, dessen Alter unverändert das ist, das es bei der Loslösung von der Hauptperson hatte.
Nina Yuen wurde 1981 in Hawaii, USA, geboren. Sie machte ihren Master of Fine Arts am Bard College in Annandale-on-Hudson, New York, und ihren Bachelor-Abschluss an der Harvard University in Boston. 2010 war sie Artist-in-Residence an der Rijksakademie van beeldende kunsten in Amsterdam. Yuens Arbeiten wurden in zahlreichen Gruppen-Ausstellungen und Vorführungen gezeigt. Weitere Kurzfilme von ihr sind „Narcissus“ (in Oberhausen 2016), „Raymond“ (in Oberhausen 2015), „Juanita“ (2012), „Rimbaud“ (2009) und „Clean“ (2006).


Land :

Deutschland

Jahr :

2018

Herkunft :

WDR
  • Bonus und Ausschnitt

Labs, KreativLabore für den analogen Film

9 min

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9 min