Kurzschluss - Das Magazin
Schwerpunkt "Starke Frauen"

(51 Min.)
Verfügbar von 03/03/2018 bis 01/04/2018
Live verfügbar: ja
All Small Bodies - Kurzfilm von Jennifer Reeder / Making of – All Small Bodies / Pussy -  Animationsfilm von Renata Gasiorowska / Zoom – Frauen zeigen Bein und Männer ihre Filme: Filme von Frauen im deutschen Kino und Fernsehen sind in der Republik immer noch Mangelware. / Pink Cuts Pink - Animationsfilm von Alma Weber / Hypochondria - Animationsfilm von Alma Weber
(1): All Small Bodies Kurzfilm von Jennifer Reeder, Deutschland/USA 2017, Erstausstrahlung

Der Kurzfilm "All Small Bodies" von Jennifer Reeder ist eine feministische Science-Fiction-Adaption des berühmten Märchens "Hänsel und Gretel" der Gebrüder Grimm. In Reeders Version spielen zwei halbwüchsige Mädchen, Z und Bub, das berühmte Geschwisterpaar. Die Hexe ist hier männlich. Jennifer Reeder versteht das Märchen auf einer sehr konkret sexuellen Grundlage. Sie schreibt die Geschichte um, um zu ihrem Kern vorzudringen. Gedreht hat sie acht Tage lang in einem Wald bei Wiesbaden. Seit 20 Jahren entwirft die amerikanische Regisseurin Jennifer Reeder in ihren Kurzfilmen Porträts von jungen Frauen mit komplexen Persönlichkeiten. So nonkonformistisch und radikal wie sie ihre Protagonistinnen darstellt, so frei und bisweilen verstörend erzählt Reeder auch ihre Geschichten, mit Stilelementen eines magischen Realismus. Weitere Kurzfilme von ihr sind „Blut unter der Haut“ (2015), „A Million Miles Away“ (2014), „And I Will Rise If Only To Hold You Down“ (2011) und „Sieben Mal Donner“ (2010).

(2): Making of – All Small Bodies

Mitten in den Dreharbeiten zu „All Small Bodies“ hat "Kurzschluss - Das Magazin" die Atmosphäre am Set eingefangen. Tim Plester und Yodit Tarikwa erzählen von ihren Rollen als böser Hexer und liebe Stiefmutter und von der Zusammenarbeit mit Jennifer Reeder. Ein deutsches Filmteam und eine amerikanische Regisseurin drehen eine Woche lang im deutschen Wald. Kann das gutgehen? Der Kameramann Sebastian Bock berichtet, wie die Vorbereitungen gelaufen sind und was ein gutes Regie-Kamera-Team ausmacht.

(3): Pussy Animationsfilm von Renata Gasiorowska, Polen 2016, Erstausstrahlung

Mit einfachen Strichzeichnungen und einer großen Portion Humor erzählt die polnische Regisseurin Renata Gasiorowska von einer jungen Frau, die sich zu Hause selbst befriedigt. Ihre namenlose Hauptfigur macht es sich mit Joint und Kerzen in der Badewanne gemütlich, schaut sich danach ihre erregte Vulva im Spiegel an und lässt sich dabei weder vom Telefon noch von anderen Dingen stören. Dann passiert allerdings etwas Unerwartetes: Ihre Klitoris erwacht zum Leben und macht sich selbstständig. Die Protagonistin streichelt ihr Geschlecht wie ein kleines Haustier – voller Liebe und Zärtlichkeit – und zeigt damit einen heilsamen Umgang mit diesem oft vernachlässigten Organ.

(4): Zoom – Frauen zeigen Bein und Männer ihre Filme

Deutschland 2018: Filme von Frauen im deutschen Kino und Fernsehen sind auch 60 Jahre nach Gründung der ersten Filmschulen in der Republik Mangelware. Dabei schließen fast genauso viele Frauen wie männliche Kollegen an den Schulen ab. Natürlich gibt es auch Frauen in der Branche, wie etwa Maren Ade, Ula Stöckl, Valeska Grisebach, Maria Schrader oder Nicolette Krebitz. Grundsätzlich ist das mit der Produktion von Filmen verbundene Machtmonopol aber noch immer deutlich in männlicher Hand. Die Staatsministerin hat auf Druck von ProQuote Film, dem Zusammenschluss weiblicher Filmschaffender, eine Studie in Auftrag gegeben, die die Ursachen der Geschlechterverteilung in Schlüsselpositionen in Deutschland untersuchen soll. Das Ergebnis gibt zu denken. "Kurzschluss - Das Magazin" spricht mit Tatjana Turanskyj, Filmemacherin und Vorstand von ProQuote Film, sowie der Journalistin und Herausgeberin Ellen Wietstock über den mehr als 40 Jahre währenden Kampf um Chancengleichheit. Im Vorzeigeland Schweden gibt es beim Schwedischen Filminstitut schon seit Jahren eine Quote und ein Punktesystem bei der Vergabe von öffentlichen Geldern.

(5): Pink Cuts Pink Animationsfilm von Alma Weber, Deutschland 2016, Erstausstrahlung

Eine junge Frau hängt fest in einer bedrückenden Endlosschleife, in der ihre Haare glattgebürstet werden. Schließlich lässt ihre angestaute Wut sie aus ihrer Passivität ausbrechen. Doch wohin? Sie durchwandelt verschiedene Stadien ihrer selbst. Wird sie es in die Freiheit schaffen? Alma Weber wurde 1992 in Halle an der Saale geboren und wuchs in Weimar auf, wo sie 2010 ihr Abitur ablegte. Im Anschluss machte sie Praktika unter anderem beim Studio Glücklicher Montag in Leipzig. Seit 2011 studiert sie Visuelle Kommunikation mit Schwerpunkt Animationsfilm an der Kunsthochschule Kassel.

(6): Hypochondria Animationsfilm von Alma Weber, Deutschland 2015

Manchmal ist der eigene Körper wie ein Außerirdischer. Er blubbert und pumpt und knurrt und macht seine Arbeit, und man selbst kann nicht alles kontrollieren oder sogar nur verstehen, was da eigentlich passiert. Wenn man mit sich alleine ist, werden die Organe irgendwie seltsam … Alma Weber wurde 1992 in Halle an der Saale geboren und wuchs in Weimar auf, wo sie 2010 ihr Abitur ablegte. Im Anschluss machte sie Praktika unter anderem beim Studio Glücklicher Montag in Leipzig. Seit 2011 studiert sie Visuelle Kommunikation mit Schwerpunkt Animationsfilm an der Kunsthochschule Kassel.

Land :

Deutschland

Jahr :

2018

Herkunft :

ZDF

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