Kurzschluss
Schwerpunkt "Das System DDR"

51 Min.
Verfügbar von 27.01.2018 bis 03.02.2018
Nächste Ausstrahlung : Sonntag, 28. Januar um 00:35
Ein anderer Blick – Die DDR als Filmland. "Kurzschluss" untersucht, wie sich während der DDR, während der Jahre des Umbruchs und bis heute Menschen filmisch mit sich und dem jeweiligen System auseinandergesetzt haben. Wie sahen die Filme aus, die außerhalb der DEFA-Strukturen hergestellt wurden? Wo lagen und liegen die Grenzen zwischen Underground und dem "privaten Blick"?
(1): Die besonderen Fähigkeiten des Herrn Mahler
Kurzfilm von Paul Philipp, Deutschland 2016, Erstausstrahlung
DDR, 1987: Ein 6-jähriges Kind ist spurlos verschwunden. Der Sonderermittler Mahler setzt seine mysteriösen Fähigkeiten ein, um den Fall zu klären. Doch dann erfährt die Familientragödie eine unerwartete, politische Wendung ...
„Die besonderen Fähigkeiten des Herrn Mahler“ gewann weltweit zahlreiche Preise auf verschiedenen Festivals
(2): Ein anderer Blick – Die DDR als Filmland
"Kurzschluss - Das Magazin" untersucht, wie sich während der DDR-Zeit, während der Jahre des Umbruchs und bis heute Menschen filmisch mit sich und dem jeweiligen System auseinandergesetzt haben. Wie sahen die Filme aus, die außerhalb der DEFA-Strukturen hergestellt wurden? Wo lagen und liegen die Grenzen zwischen Underground und dem „privaten Blick“? Wie sah die filmische Auseinandersetzung mit Themen in der Spätphase der DDR aus? Wie ging es mit der filmischen Haltung seit dem Mauerfall weiter, und wo befinden wir uns heute? Auf der Suche nach dem „privaten Blick“. Dieser gibt dem Zuschauer verschiedene filmische Perspektiven, die jenseits der offiziellen Nachrichten und Geschichtsschreibungen erzählen: sehr persönlich von den Menschen, die sie selbst erlebt haben. Hierzu trifft "Kurzschluss - Das Magazin" den Schauspieler André M. Hennicke, die Schriftstellerin und Künstlerin Gabriele Stötzer und den Filmkritiker Claus Löser.
(3): Kaputt
Animationsfilm von Alexander Lahl und Volker Schlecht, Deutschland 2016
Der Kurzfilm „Kaputt“ thematisiert die Haftbedingungen des Frauengefängnisses Hoheneck und lässt die Zeitzeuginnen Gabriele Stötzer und Birgit Willschütz zu Wort kommen. Monochrome Zeichnungen begleiten die Interviews und verbildlichen die traumatischen Erinnerungen an die politische Gefangenschaft: überfüllte Zellen, Zwangsarbeit und skrupellose Ausbeutung … Die Inhaftierten produzierten millionenfach Produkte wie Strumpfhosen und Bettwäsche, mit deren Handel die Wirtschaftsmächte auf beiden Seiten des Eisernen Vorhangs enormen Profit machten. Alexander Lahl, geboren 1979, lebt als Buchautor und Filmemacher in Berlin. Zusammen mit Max Mönch und Kitty Kahane veröffentlichte er „Treibsand. Eine Graphic Novel aus den letzten Tagen der DDR“. Volker Schlecht, Jahrgang 1968, zeichnet für die Animation in „Kaputt“ verantwortlich. Er unterrichtete mehrere Jahre an der Filmuniversität Babelsberg im Studiengang Animation und lehrt heute an der BTK – Hochschule für Gestaltung in Berlin. Der Film gewann 2016 beim Trickfilmfestival Stuttgart den mit 15.000 Euro dotierten Grand Prix. „Kaputt“ ist der erste gemeinsame Film der beiden.

Besetzung und Stab

Land :

Deutschland

Jahr :

2018

Herkunft :

ZDF