Re: Die Last der Schulden
Wenn das Geld nicht reicht

30 Min.
Verfügbar: Nein
Live verfügbar: Ja
Nächste Ausstrahlung : Mittwoch, 7. März um 19:40
Immer werktäglich um 19.45 Uhr und jederzeit im Netz: Die Reportage-Reihe "Re:" erzählt Geschichten von Menschen – authentisch und ganz nah dran.

Jeder zehnte Erwachsene in Deutschland ist überschuldet, im Schnitt mit 35.000 Euro. Die Zahl der Menschen, die dauerhaft mehr Geld ausgeben, als sie einnehmen, wächst seit Jahren – trotz sinkender Arbeitslosigkeit und boomender Wirtschaft.
Anne Koark war früher Unternehmerin und beschäftigte 15 Mitarbeiter. Vier Jahre nach der Gründung ihrer Firma war sie pleite. Sie verlor ihre Wohnung, ihr Auto, ihre Existenz, war alleinerziehend mit zwei Kindern und mittellos. Koark zog die Reißleine, beantragte Privatinsolvenz. Sechs Jahre lang durfte sie nur etwa 1.500 Euro monatlich behalten, egal, wieviel sie verdiente. Danach war sie von ihren Schulden befreit. Heute ist sie wieder selbstständig. Und sie hat ihre Krise zum Thema gemacht, einen Verein gegründet, hält Vorträge, berät Betroffene.
Nicht nur Menschen mit Zahlungsschwierigkeiten geraten in Bedrängnis, sondern auch die Gläubiger, die auf offenen Rechnungen sitzen bleiben. Für ihre Belange setzt sich Yvonne Wagner ein. Sie ist die Chefin eines Münchner Inkassobüros und versucht im Auftrag ihrer Kunden, offene Forderungen einzutreiben. Ihrer Erfahrung nach reagiert ein Drittel der Schuldner auf Mahnschreiben, zwei Drittel stellen sich zunächst stur und sind nur mit äußerem Druck bereit, ihre Schulden zu begleichen.
Liegt ein gerichtlicher Vollstreckungsbeschluss vor, treten Gerichtsvollzieher wie Eva Döbel auf den Plan. Sie ist eine von bundesweit etwa 4.400 Gerichtsvollziehern und prüft im Namen des Gläubigers, ob es beim Schuldner etwas zu pfänden gibt.


Besetzung und Stab

Land :

Deutschland

Jahr :

2018

Herkunft :

ZDF