Re: Die Bar der Hoffnung
Wie eine Italienerin Flüchtlingen hilft

Ausschnitt (2 Min.)
Verfügbar am 17/12 um 5:00
Live verfügbar: ja
Nächste Ausstrahlung am Montag, 17. Dezember um 19:40
Untertitel für Gehörlose

In der italienischen Kleinstadt Ventimiglia, an der italienisch-französischen Grenze, betreibt Delia Buonomo ein kleines Bistro. Seit 2015 landen in dem Ort hunderte Flüchtlinge, weil Frankreich die Grenze für sie geschlossen hat. Delias Bistro wird zum Anlaufpunkt für die Gestrandeten. Doch die Solidarität mit den Flüchtlingen macht sie selbst zur Ausgestoßenen.

Nur wenige Schritte vom Bahnhof des 25.000-Einwohner-Städtchens Ventimiglia entfernt, betreibt Delia Buonomo das kleine Bistro „Hobbit“. Bis zum Sommer 2015 war ihr Café sehr beliebt bei den Einwohnern von Ventimiglia. Die älteren Männer aus der Nachbarschaft spielten dort stundenlang Karten, aßen und tranken. Doch dann kamen die Flüchtlinge.
Vor drei Jahren fing alles an, als Delia auf dem Bürgersteig vor ihrer Bar Mütter mit ihren Kindern weinen sah – vor Hunger. Delia bat sie herein, gab ihnen zu essen und zu trinken. Ihre Solidarität sprach sich schnell herum, die Flüchtlinge nennen sie heute „Mamma Africa“. Allen voran der Sudanese Jacopo Osman Mohammad, der für Delia mittlerweile eine Art Sohn geworden ist.
Doch die Nächstenliebe wird für Delia zum Problem: Weil sie die Geflüchteten oft gratis versorgt, droht ihr selbst inzwischen die Pleite. Denn viele ehemalige Stammkunden meiden heute ihr Bistro. Manche beleidigen und bespucken Delia sogar.
„Re:“ berichtet über einen italienischen Grenzort, der mit der aktuellen Flüchtlingssituation völlig überfordert scheint, und über eine Frau, die selbstlos ihr Leben der Hilfe für Andere widmet.


Land :

Deutschland

Jahr :

2018

Herkunft :

ZDF