Re: Georgien im Aufbruch
Land zwischen Europa und Stalin

31 Min.
Verfügbar von 10/10/2018 bis 07/01/2019
Live verfügbar: ja

Davit Gabunia ist ein erfolgreicher Schriftsteller aus Georgien. Gerade ist sein erster Roman auf Deutsch erschienen. Jetzt macht sich Davit zu einer Reise auf. Er will keine Fakten sammeln, sondern in ganz Georgien, unter anderem im Stalin-Museum und am Grab seines im Krieg getöteten Cousins, Gefühle aufnehmen und dabei beobachten, wie sein Heimatland tickt.

Auf seiner Reise spricht er unter anderem mit Demonstranten in der Hauptstadt Tiflis, der Kuratorin des bizarren Stalin-Museums in dessen Heimatstadt Gori und, - auf einer unwirtlichen Industriebrache -, mit einem überzeugten Stalinisten, der die hier endgelagerte Statue des Diktators gerne zurück auf ihrem Sockel sähe.
Davit Gabunia besucht auf seiner Reise auch gezielt Orte, die eine persönliche Bedeutung für ihn haben. Sein Cousin Shalva starb im georgisch-russischen Krieg von 2008. Davit besucht erstmals das Grab in seiner Heimatstadt Poti am Schwarzen Meer. Zehn Jahre lang hat er sich nicht hierher getraut. Die Zerrissenheit seines Heimatlandes beobachtet der 36-Jährige direkt an der sog. „Administrativen Begrenzungslinie“ zwischen Georgien und Südossetien. Seit zehn Jahren hält Russland diesen Landesteil Georgiens besetzt. Davit trifft eine alte Bäuerin und erfährt, dass der Konflikt hier jeden Tag ihr Leben beeinflusst. Viel Stoff für Davits  schwarzes Notizbuch, in das er alle Erlebnisse der Reise penibel einträgt und so ein Panoptikum des aktuellen Georgiens schafft.


Land :

Deutschland

Jahr :

2018

Herkunft :

SWR