Die Wildnis meldet sich zurückNeuengland, wo wieder Wälder wachsen

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44 Min.
Verfügbar vom 15/04/2021 bis 18/10/2021

Neuengland gehört zu den waldreichsten Gebieten der USA. Im 18. Jahrhundert rodeten europäische Siedler den Wald. Sie zogen Mitte des 19. Jahrhunderts weiter in den amerikanischen Westen. Was passierte, als die Menschen das Land vor mehr als 150 Jahren verließen? Es ist ein neues Ökosystem entstanden, das nicht mehr das gleiche ist wie zuvor.

Neuengland erstreckt sich entlang der Küste im äußersten Nordosten der USA. Das sechs Bundesstaaten umfassende Gebiet mit Boston als größter Stadt gehört zu den waldreichsten Regionen der Vereinigten Staaten. Das war nicht zu allen Zeiten so. Einst wurde der Wald gerodet, kehrte zurück und bedeckt heute 80 Prozent des Gebietes von Neuengland, was einem Viertel der Fläche Frankreichs entspricht. Zeugen dieser wechselvollen Geschichte sind Reste von Steinmauern, die über Tausende von Kilometern durch das gesamte Waldgebiet verlaufen. Europäische Siedler errichteten sie als steinerne Grenzen zwischen den Parzellen, die dem Ackerbau und der Viehzucht dienten. Hierfür rodeten sie den Wald nach ihrer Ankunft auf dem nordamerikanischen Kontinent im 18. Jahrhundert. Mitte des 19. Jahrhunderts lockten die beginnende Industrialisierung und die fruchtbaren Böden der Great Plains die Siedler in den amerikanischen Westen. Sie verließen Neuengland, und der Wald konnte sich Schritt für Schritt erholen. Die Tiere hatten überlebt. Elche, Hirsche, Biber, Marder und Schwarzbären zeugen von einer Artenvielfalt, die noch vor einigen Jahrzehnten unvorstellbar gewesen wäre. Die Geschichte dieser Rückkehr zu einer weitgehend unberührten Natur bietet die einmalige Chance, die Mechanismen zu verstehen, die am Werk sind, wenn ein Ökosystem sein Gleichgewicht wiederfindet und ein Wald sich selbst erneuern kann.

  • Regie :
    • Vincent Perazio
  • Land :
    • Frankreich
  • Jahr :
    • 2019
  • Herkunft :
    • ARTE F