Philosophie
Wann schreiten wir zur Tat?

27 Min.
Live verfügbar: ja
Untertitel für Gehörlose
Wo liegt die Schwelle zwischen Worten und (Gewalt-)Taten? Zu Gast in der Sendung ist Janine Bonaggiunta, Rechtsanwältin von Jacqueline Sauvage, die im 2012 ihren Ehemann erschossen hat, der gewalttätig war und sie und ihre Töchter jahrelang missbrauchte. Außerdem Gast der Sendung: Hélène l'Heuillet, Dozentin für Moralphilosophie und Politik an der Université Paris-Sorbonne.
Was geschieht, wenn Hass in körperliche Gewalt umschlägt? Sind Zorn, Leid und Erniedrigung ausreichende Beweggründe für eine Gewalttat? Warum drückt ein Terrorist trotz Zweifeln schließlich doch den roten Knopf? Doch auch „gute Taten“ sind nicht immer leicht zu begehen – bisweilen bedarf es einer regelrechten Überwindung, zur Tat zu schreiten, beispielsweise wenn man jemanden endlich seine Liebe erklären möchte. Manche Taten geschehen rein zufällig, bei anderen besteht zwischen Absicht und Handlung eine echte Kluft. Wo liegt die Schwelle zwischen Worten und Taten? Zu Gast ist Janine Bonaggiunta, Rechtsanwältin von Jacqueline Sauvage, die im September 2012 ihren Ehemann erschossen hat, der gewalttätig war und sie und ihre Töchter jahrelang missbrauchte. Für ihre Tat wurde Jacqueline Sauvage zunächst zu zehn Jahren Haft verurteilt und später von François Hollande begnadigt. Außerdem Gast der Sendung: Hélène l'Heuillet. Sie ist Dozentin für Moralphilosophie und Politik an der Université Paris-Sorbonne und Mitglied der Psychoanalytiker-Gesellschaft „Association lacanienne internationale“. Sie gehört auch dem Redaktionsausschuss der Zeitschrift „Raison publique“ und dem redaktionellen Beirat der Zeitschrift „Les Etudes philosophiques“ an. Veröffentlichungen (Auswahl): „Aux sources du terrorisme“ (2009); „Du voisinage: réflexions sur la coexistence humaine“ (2016); „Tu haïras ton prochain comme toi-même“ (2017).

Regie :

Philippe Truffault

Gast :

Hélène L'Heuillet
Janine Bonaggiunta

Land :

Frankreich

Jahr :

2018

Herkunft :

ARTE F