Kurzschluss
Animationsfilmfestival Rennes

(6 Min.)
Verfügbar von 07/04/2018 bis 13/04/2018
Live verfügbar: ja
(1) Privatvorführung – Ein Erzieher schaut sich den Animationsfilm "Charles" an und kommentiert ihn. (2) Der Animationsfilmemacher Ayce Kartal spricht über seinen Film "Böses Mädchen". (3) Porträt – Sébastien Laudenbach, der Regisseur von "Das Mädchen ohne Hände", spricht über die Videoclips, die er für den Sänger Dominique A hergestellt hat.
(1): Charles
Animationsfilm von Dominic Etienne Simard, Frankreich 2017
Charles ist anders als die anderen. Er ist ein kleiner Junge mit erwachsenen Problemen. Zuhause muss er sich um seine bewegungsunfähige Mutter kümmern, die ihn sehr vernachlässigt. In der Schule wird er wegen seiner Andersartigkeit ausgegrenzt. Um den Hänseleien zu entkommen, flüchtet er sich in eine von Fröschen bevölkerte Parallelwelt.

(2): Privatvorführung - Charles
Ein Erzieher schaut sich den Animationsfilm „Charles“ an und kommentiert ihn.

(3): Böses Mädchen
Animationsfilm von Ayce Kartal, Türkei 2016
S. ist acht Jahre alt und lebt in der Türkei. Sie hat eine blühende Fantasie und liebt Tiere und die Natur. S. wirkt wie ein fröhliches, aufgewecktes Kind. Aber in ihre Erinnerungen an glückliche Kindertage, zum Beispiel die Ferien bei den Großeltern, mischen sich oft dunkle Gedanken: solche an Monster, die sie bedrohen und ihr sagen, dass sie ein böses Mädchen sei. Nach und nach erzählt S. immer mehr von sich und es wird klar, dass sie sich im Krankenhaus aufhält – und allmählich wird auch klar, weshalb. Mit den Gedanken an unbeschwerte Tage versucht sie, sich etwas vom Krankenhausalltag und den wiederkehrenden, schrecklichen Erinnerungen abzulenken. „Böses Mädchen“ gewann 2018 den Grand Prix des nationalen Wettbewerbs auf dem Kurzfilmfestival von Clermont-Ferrand. Mit einer bedrückenden Leichtigkeit erzählt er die auf einer wahren Begebenheit beruhende Geschichte der Gruppenvergewaltigung eines Kindes. Nach seinem vielfach prämierten Kurzfilm „Backward Run“ (2013) über die Proteste im Istanbuler Gezi-Park zeichnete Ayce Kartal nun ein gefühlvoll-subtiles Porträt einer gebrochenen Kinderseele – erstellt aus 10.000 Einzelzeichnungen. Der 1977 in Istanbul geborene Filmemacher studierte in seiner Heimat Animationsfilm und schloss ein Studium an der New York Film Academy an.

(4): Begegnung – Ayce Kartal
Der Animationsfilmemacher Ayce Kartal spricht über seinen Film „Böses Mädchen“.

(5): Der alte Bär
Animationsfilm von Chen Chen, Frankreich 2016 Eine junge Frau lebt in ihrer Stadtwohnung zusammen mit einem alten Bären, um den sie sich wie um einen Senioren kümmert. Täglich kocht sie für ihn und badet ihn. Aber je älter der Bär wird, desto verwirrter wird er und desto stärker wird seine Sehnsucht nach dem Wald. Die junge Frau muss einsehen, dass es so nicht weitergehen kann. Chen Chen, Jahrgang 1982, hat an der Volksuniversität in Peking studiert, wo er 2004 seinen Abschluss im Fach Animation machte. Einige Jahre lang arbeitete er als Grafiker und Illustrator für Comics und Animationsfilme. Schließlich zog er 2007 nach Frankreich und nahm ein Studium an der Hochschule für Animationsfilm La Poudrière auf. Dort entstanden die Filme „La fin d’une histoire“ (2009), „Un cadeau très très spécial“ und sein Abschlussfilm „M’échapper de son regard“ (beide 2010). 2012 schuf er als Artist in Residence in der Maison des Auteurs den Animationsfilm „Carrefour“. „Der alte Bär“ ist sein neuester Film.

(6): Porträt – Sébastien Laudenbach
Sébastien Laudenbach, der Regisseur von „Das Mädchen ohne Hände“, spricht über seine ersten Kurzfilme und über die Videoclips, die er für den Sänger Dominique A hergestellt hat.

(7): Die Geister der Vergangenheit
Animationsfilm von Adrienne Nowak, Frankreich 2016 Adrienne fährt nach Polen zurück, um herauszufinden, wie ihre Familie dort während des Kommunismus und des Eisernen Vorhangs gelebt hat. In gelöster Stimmung und ein wenig wehmütig erzählen ihre Verwandten von der Vergangenheit. Dabei entdeckt Adrienne, dass auch Geister das Haus bewohnen, und einige davon sind sogar kommunistisch! Adrienne Nowak studierte an der staatlichen Hochschule der dekorativen Künste (ENSAD) in Paris. Weitere Animationsfilme, die sie im Laufe ihres Studiums schuf, sind „Milie“ (2010) und „Ma maison“ (2011).

Land :

Frankreich

Jahr :

2018

Herkunft :

ARTE F

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  • Bonus und Ausschnitt
Sébastien Laudenbach

6 min