"Faust" von Charles Gounod
Aus der Lettischen Nationaloper

170 Min.
Verfügbar: vom 22. November 2017 bis zum 21. Mai 2018
In dieser Fassung von Charles Gounods Faust, inspiriert von Goethes berühmter „Tragödie“, trifft spätgotische Ästhetik auf die Stummfilmtechnik des deutschen Expressionismus. Mit einer exzellenten Besetzung inszeniert Aik Karapetian eine der erfolgreichsten Opern aller Zeiten, die 2016 zurecht mit dem Great Music Award of Latvia ausgezeichnet wurde.
Doktor Faust wird von dem Gefühl geplagt, dass er sein Leben vergeudet hat. Der geheimnisvolle Mephisto verspricht, alle Wünsche des alternden Wissenschaftlers zu erfüllen - im Tausch gegen seine Seele. Mephisto dient Faust, solange er auf Erden weilt, danach dreht sich der Spieß um. Faust zögert zunächst, doch Mephisto lässt ein Bild der schönen Magarete erscheinen, woraufhin Faust den Handel akzeptiert, ohne sich der schwerwiegenden Folgen bewusst zu sein. 
Aik Karapetian hat für seine Inszenierung des Fauststoffs mit Marina Rebeka, Benjamin Bernheim und Andreas Bauer ein hochkarätiges Ensemble in Riga versammelt. Begleitet werden sie vom Chor und Orchester der Lettischen Nationaloper unter der Leitung von Tadeusz Wojciechowski. 
Zu Charles Gounods bekanntesten Kompositionen zählt neben Faust „Romeo und Julia“. Beide Werke erlangten internationale Bekanntheit und dienen zahlreichen Inszenierungen als Basis. Die Oper Faust wurde 1859 in Paris uraufgeführt und bis 1934 allein in Paris mehr als 2.000 Mal gespielt. Während sie in Deutschland aus Respekt vor der Inspirationsquelle Goethe lange nur unter dem Titel „Margarethe“ aufgeführt wurde, nannte ein Kritiker in New York das berühmte Opernhaus Met kurzum in Faustspielhaus um. Die Metropolitan Opera eröffnete übrigens auch mit einer Aufführung von Gounods Faust im Jahr 1883.

Besetzung und Stab

Darsteller :

Valdis Jansons (Valentin)
Benjamin Bernheim (Faust)
Marina Rebeka (Marguerite)
Andreas Bauer (Méphistophélès)

Dirigent/-in :

Tadeusz Wojciechowski

Kostüme :

Kristīne Pasternaka

Komponist/-in :

Charles Gounod

Bühnenbild / Ausstattung / Bauten :

Kristaps Skulte

Libretto :

Jules Barbier, Michel Carré

Licht :

A.J. Weissbard

Inszenierung :

Aik Karapetian

Land :

Lettland

Jahr :

2017