Re: Klassenfahrt nach Auschwitz
Deutsche Jugendliche und der Holocaust

3 Min.
Verfügbar von 26.01.2018 bis 25.02.2018
Nächste Ausstrahlung : Freitag, 26. Januar um 19:40
Untertitel für Gehörlose
Auschwitz gilt als wichtigstes Mahnmal für den Holocaust. 73 Jahre nach der Befreiung wächst in Deutschland eine junge Generation heran, die immer weniger vom Holocaust weiß. Sei es, weil Zeitzeugen aussterben oder weil familiäre Bezüge unter anderem durch Migration fehlen. Kann der Besuch des ehemaligen deutschen Konzentrationslagers daran etwas ändern?

Die 19-jährige Deutsch-Iranerin Nahid und der 16-jährige Philipp nehmen freiwillig an einer Fahrt nach Auschwitz teil, gemeinsam mit 17 anderen Jugendlichen aus ihrer Düsseldorfer Schule. Philipps Großeltern sind nach dem Zweiten Weltkrieg geboren, über den Nationalsozialismus wurde in seiner Familie nur wenig gesprochen. Und Nahid will endlich „dieses Auschwitz“ sehen, über das sie im Geschichtsunterricht immer sprechen. Die gebürtige Iranerin, die vor fünf Jahren aus ihrer Heimat geflohen ist, hat kaum einen Bezug zum Holocaust. In ihrem alten Heimatland gehörten Antisemitismus und Israelhass zum ideologischen Programm. Für sie wie für Philipp ist es der erste Besuch eines Konzentrationslagers.
Obwohl immer mehr Menschen aus der ganzen Welt die Gedenkstätte in Auschwitz besuchen, kommen aus Deutschland verhältnismäßig wenige Besucher. Gleichzeitig erleben Deutschland und Europa einen wachsenden Rechtspopulismus und einen zunehmenden arabisch-muslimischen Antisemitismus. Die Forderung nach verpflichtenden Besuchen von KZ-Gedenkstätten wird deshalb immer lauter. Aber kann eine Auschwitz-Reise tatsächlich etwas bewirken?


Besetzung und Stab

Land :

Deutschland

Jahr :

2018

Herkunft :

ZDF