Metropolis
Doha / T.C. Boyle / Michael Jackson

44 Min.
Verfügbar vom 02/12/2018 bis 09/02/2019
Untertitel für Gehörlose

(1) Metropole Doha/Emirat Katar - Wichtigstes Zentrum für Kultur im Mittleren Osten? (2) Deutsche Kulturschaffende formulieren die "Erklärung der Vielen" gegen Angriffe von rechts (3) Die Künstlerin Dineo Seshee Bopape (4) T.C. Boyle zum 70. (5) Michael Jackson im Pariser Grand Palais (6) Jazz aus der deutschen Provinz – die Brüder Julian & Roman Wasserfuhr

(1): Metropole Doha
Doha soll das wichtigste Zentrum für Kultur im Mittleren Osten werden. Das demonstriert das Emirat Katar auch durch den Bau eindrucksvoller Museen. Gleichzeitig bemüht sich die Königsfamilie um das Entstehen einer örtlichen Kunstszene, die Design, Film und Fotografie mit einschließt. Zeitgenössische Kunst soll gefördert werden. Aber man fühlt sich auch der Tradition des ehemaligen Beduinenstaates verpflichtet. Ein Widerspruch?
(2): Erklärung der Vielen
Deutsche Kulturschaffende formulieren die „Erklärung der Vielen“, in der sie sich gegen Angriffe von rechts und für die Freiheit der Kunst aussprechen. Täglich haben sich Institutionen wie Theater, Hochschulen, Museen usw. angeschlossen – insgesamt über 300 Einrichtungen, die sich im Dialog mit dem Publikum gegen Diskriminierung und für die Stärkung der Demokratie einsetzen. Welche Perspektive hat so eine einmalige, breite Bewegung?
(3): Dineo Seshee Bopape
Die Künstlerin Dineo Seshee Bopape zählt zu den herausragenden jungen Stimmen der zeitgenössischen Kunst aus Afrika. Ihre detailreichen Installationen aus Erde, Staub und Ton untersuchen Themen wie koloniale Gewalt und kulturelle Entwurzelung, deren Auswirkungen den afrikanischen Kontinent bis heute prägen. Zuletzt hat Bopape in Kiew, Rotterdam und auf der „Berlin Biennale“ begeistert. „Metropolis“ hat sie bei ihrer letzten Arbeit in Hamburg erlebt.
(4): Schreiben ist die beste Droge – T.C. Boyle zum 70. Geburtstag
Mit viel Sarkasmus, schrägem Humor und Sozialkritik erforscht der amerikanische Schriftsteller T.C. Boyle die Ängste und Abgründe der Gesellschaft. In seinem neuesten Buch "Das Licht" befasst er sich mit LSD – der Modedroge der wilden Sechziger und Siebziger. Eigene Erfahrungen mit Rausch und Realität, die Person des LSD-Erfinders Albert Hofmann, die Folgen des Drogenkonsums für eine ganze Generation – all das betrachtet Boyle, dessen Eltern beide Alkoholiker waren, mit dem nüchternen und ernüchterten Blick eines Überlebenden. T.C. Boyle wird am 2. Dezember 70 Jahre alt. „Metropolis“ gratuliert.
(5): Michael Jackson im Pariser Grand Palais
Michael Jackson als Ausstellungsthema im Pariser Grand Palais – keine Personality-Show, sondern sein Einfluss auf die zeitgenössische Kunst. Künstler wie Andy Warhol haben sich zum Beispiel mit ihm und seiner radikalen Suche nach der eigenen Identität auseinandergesetzt, andere mit der Ikonographie seines „Moondance“ ... Das Ganze natürlich auch zur Musik des King of Pop.
(6): Jazz aus der deutschen Provinz – die Brüder Julian & Roman Wasserfuhr
Sie machen seit ihrer Kindheit zusammen Musik – die Brüder Julian und Roman Wasserfuhr. Der eine spielt Trompete und Flügelhorn, der andere Piano. Heute zählen sie zu den populärsten Künstlern des jungen deutschen Jazz. Über die Jahre ist eine Art Wasserfuhr-Sound entstanden: atmosphärische Klangräume, gefühlvoll und ungekünstelt. Gerade ist ihr siebentes Album erschienen, das sie gemeinsam mit dem Cellisten Jörg Brinkmann in Irland eingespielt haben.


Land :

Deutschland

Jahr :

2018

Herkunft :

NDR
Bonus und Ausschnitt

Doha

13 min

Michael Jackson in Paris

5 min

„Erklärung der Vielen“ gegen rechts

7 min

Dineo Bopape aus Südafrika

6 min

T.C. Boyle: Schreiben als Rausch

6 min

Jazz-Musik aus der deutschen Provinz

6 min