Xenius - Streuobstwiesen

Kleine Kostbarkeiten für Mensch und Natur

26 Min.
Verfügbar vom 17/01/2019 bis 16/04/2019

Menschen essen seit Jahrtausenden Obst und dafür haben sie es schon früh auf Wiesen angebaut. Diese Streuobstwiesen sind Heimat zahlreicher, vom Aussterben bedrohter Tier- und Pflanzenarten, doch der Obstanbau ist inzwischen auf Masse ausgerichtet und diese Art von Anbau zu wenig ertragreich. Was macht diese Wiesen so besonders und wie kann man sie nutzen um sie zu erhalten?

Seit Jahrtausenden essen Menschen Äpfel und Birnen, Kirschen und Zwetschgen. Dafür haben sie die Bäume schon früh angebaut – auf Wiesen verteilt, mit genügend Platz dazwischen. Diese Streuobstwiesen prägen heute unsere Kulturlandschaft. Hier findet man Obstsorten wie den „Roten Herbstkalvill“ oder die „Goldparmäne“. Diese kennt heute kaum noch jemand, denn es gibt sie in keinem Supermarkt zu kaufen. In den Landstrichen mit Streuobstwiesen sind aber auch mehr als 5.000 Tier- und Pflanzenarten zuhause, manche von ihnen vom Aussterben bedroht. Sie gehören zu den artenreichsten Lebensräumen Mitteleuropas. Doch für viele Landwirte sind Streuobstwiesen nicht wirtschaftlich genug. Oft mussten sie großflächigen Obstplantagen weichen. Damit gehen Obstraritäten verloren und Tiere und Pflanzen verlieren ihren Lebensraum.
Die „Xenius“-Moderatoren Caroline du Bled und Gunnar Mergner besuchen die traditionelle Obstbrennerei von Rainer Broch in Starzach bei Tübingen. Dort packen sie kräftig mit an und finden gemeinsam mit ihm heraus, wie sich Streuobst sinnvoll und gewinnbringend verarbeiten lässt. Und sie erkennen, dass die kulinarischen Köstlichkeiten nicht nur schmecken, sondern auch zum Erhalt dieser landschaftlichen Kostbarkeiten beitragen.


Moderation :

Caroline du Bled, Gunnar Mergner

Land :

Deutschland

Jahr :

2018

Herkunft :

BR