Naïssam Jalal & Karsten Hochapfel beim Jazz-Festival auf Porquerolles
Osloob Hayati

5 Min.
Verfügbar: 28/07/2017 bis zum 27/01/2018
Die virtuose Musikerin beherrscht neben der Querflöte auch die orientalische Rohrlängsflöte Nay. Den Atemrhythmus geben stets ihre Stücke vor: poetische Erzählungen voller Geheimnisse, in denen Leid, Wut und Hoffnung der syrischen Märtyrer zum Vorschein kommen. Das Ergebnis ist eine Mischung zwischen Jazz und orientalischen Einflüssen.
Die Pariserin ist sich ihrer syrischen Wurzeln sehr bewusst. Mit 19 Jahren reiste sie nach Damaskus, um dort die Nayflöte zu erlernen, und ging dann nach Ägypten, um bei dem Meistergeiger Abdu Dagher zu studieren. Seit ihrer Rückkehr nach Frankreich 2006 arbeitet sie mit zahlreichen Musikern zusammen und experimentiert mit verschiedenen Stilen wie zeitgenössischem Jazz, Afrobeat, Rap und Tango.
Zu Beginn des arabischen Frühlings 2011 gründete sie das Quintett The Rythms of Resistance (Cello, Kontrabass, Saxophon, Percussions, Flöte). Sie setzt sich mit ihrer Musik engagiert für das syrische Volk ein und fungiert als dessen Sprachrohr. Ihr neuestes Album „Almot Wala Almazala‘“ (2016) (zu Deutsch: lieber tot als erniedrigt) ist als Hommage an den Kampf ihrer Landsleute zu verstehen. Die teils melancholisch teils wütend klingenden Stücke lassen niemanden kalt.
 

Besetzung und Stab

Produzent/-in :

Oléo Films

Land :

Frankreich

Jahr :

2017