Magische Gärten
Die Gärten von Uppsala

(26 Min.)
Verfügbar von 07/03/2018 bis 12/05/2018
Live verfügbar: ja
Die Dokureihe lädt dazu ein, die Kunst des Gartenbaus zu entdecken. In dieser Folge: In der Universitätsstadt Uppsala, nördlich von Stockholm, bezog im Jahre 1741 der schwedische Naturforscher Carl von Linné nicht nur den Lehrstuhl für Medizin, sondern auch den Botanischen Garten. Er erneuerte die Anlage und bepflanzte sie mit Hunderten neuen Pflanzenarten.
Die Stadt Uppsala an der Ostküste Schwedens ist berühmt für ihre Universität – die älteste in Skandinavien. Der 1707 geborene Botaniker Carl von Linné war einer ihrer bekanntesten Professoren. Linné erneuerte den Botanischen Garten in der Innenstadt von Uppsala und ließ dort Hunderte Arten anpflanzen. Es war die Zeit der Aufklärung, und so wie Diderot in seiner Enzyklopädie Begriffe ordnete, machte Linné das Erfassen, Benennen und Einordnen der Pflanzen zu seinem Lebenswerk. Er entwickelte das Sexualsystem der Pflanzen, dessen Klassifizierung auf der Zahl der männlichen Geschlechtsorgane, der Staubblätter, beruhte. Durch Linnés Arbeiten erlangte Uppsala auf dem Gebiet der Botanik weltweite Bedeutung. Schon beim Tod des Forschers im Jahr 1778 war der Garten im Stadtzentrum zu klein für neue Pflanzensammlungen. 1787 überließ darum der schwedische König der Universität den Garten des Schlosses von Uppsala. Seither wurde die Gartenvielfalt in Uppsala immer größer. Im 19. Jahrhundert kam zum botanischen Garten am Fuß des Schlosses eine Orangerie hinzu, im 20. Jahrhundert folgten tropische Gewächshäuser und neue Themengärten, darunter ein Gemüsegarten und ein Garten mit alpinen Pflanzen aus Lappland. Wie in den meisten modernen botanischen Gärten wachsen die Bäume und Pflanzen dort in ihren zur Landschaft gestalteten natürlichen Milieus.

Regie :

Mathieu Despiau

Land :

Frankreich

Jahr :

2017

Herkunft :

ARTE F